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Behandlungsschwerpunkte Allgemein-, Visceral- und Gefäßchirurgie 

Der Bereich Allgemein-, Visceral- und Gefäßchirurgie wurde im Jahre 1995 als eigenständiges Fachgebiet innerhalb der Chirurgischen Klinik gegründet. Ihre Leitung obliegt Chefarzt Dr. Michael Jugenheimer.

Die neue Ausrichtung auf einen visceralchirurgischen Schwerpunkt brachte eine deutliche Zunahme der größeren Operationen mit sich. Insbesondere die Chirurgie des Eingeweidetraktes unter besonderer Betonung der Krebschirurgie und der chronisch entzündlichen Darmerkrankungen ist hier zu nennen.

Wir führen diese Eingriffe komplikationsarm nach modernsten onkologischen Gesichtspunkten durch.
Neue Behandlungsabläufe zur Vermeidung der Operationskrankheit („Fast track“ Konzept) wurden umgesetzt und ermöglichen uns eine geringere Komplikationsrate bei diesen Eingriffen.

Um dies weiterhin auf hohem Niveau leisten zu können, haben wir das Leistungsspektrum an die hiesigen Gegebenheiten angepasst. Wir führen
unsere Eingriffe mit entsprechender Häufigkeit und Qualität einschließlich der Komplikationsbehandlung durch.

Als weiterer Schwerpunkt bildete sich die Schilddrüsenchirurgie heraus. Eine deutliche Zunahme der Schilddrüsenüberfunktionen erfordert ein differenziertes operatives Vorgehen mit sehr unterschiedlichen Resektionsausmaßen bei den verschiedenen Schilddrüsenerkrankungen.

Eingriffe mit großer Häufigkeit in der klassischen Allgemeinchirurgie sind die operative Entfernung des Blinddarms, der Gallenblase und die operative Versorgung des Leisten-, Narben- und Nabelbruchs. Die endoskopische Entfernung (Schlüssellochchirurgie) des Blinddarms und der Gallenblase ist heute Routine. Bei den minimalinvasiven Operationsmethoden der verschiedenen Bruchformen benutzen wir modernste Netzimplantate, welche einen schmerzfreien und schnelleren Genesungspozess erlauben.

Neu angeboten wird seit Juli 2010 die narbenlose Chirurgie ( NOTES=Natural Orifice Transluminal Endoscopic Surgery). Diese wird in Herrenberg als neue Form der Gallenblasenentfernung bei Frauen über die Scheide durchgeführt. Es gibt keine sichtbaren Narben mehr auf der Bauchdecke.

Um die gesamte Behandlung dieser Erkrankungen, insbesondere die Darm- und Gallenerkrankungen, so effizient und schonend wie möglich vornehmen zu können, haben wir 2002 zusammen mit der Medizinischen Klinik - Abteilung für Gastroenterologie eine interdisziplinäre Station eingerichtet, in der Ärzte und Schwestern beider Fachrichtungen abteilungsübergreifend besonders eng zum Wohl des Patienten zusammenarbeiten.

Neu etabliert haben wir endoskopische Verfahren bei der chirurgischen Behandlung des offenen Beines und des Krampfaderleidens mit Bildung eines überregionalen Schwerpunktes. Inzwischen konnten wir diese Verfahren bei
12 international besuchten „Herrenberger Venentagen“ einer breiten Ärzteschaft vorstellen. Daraus resultierte der Ausbau der wissenschaftlichen
Arbeit des Chefarztes mit Vorträgen auf nationalen und internationalen Kongressen, Veröffentlichungen in Fachzeitschriften, Video-, CD- und DVD-Herstellung zu Fortbildungszwecken und die Herausgabe des Buches:
„Laparoskopische Cholecystektomie“ im Jahre 2006.

Durch die Tätigkeit als Gründungsmitglied des Europäischen Wundinstituts haben wir eine moderne Wundbehandlung für chronische Wunden auf Grund einer Gefäß- bzw. Zuckererkrankung eingeführt.

Die Kinderchirurgie, die Eingriffe bei Enddarmerkrankungen, die Implantation von venösen Portsystemen, Schrittmachern und neu Defibrillatoren in Zusammenarbeit mit der Medizinischen Klinik - Abteilung Kardiologie runden unser Spektrum ab.

Schwerpunkte des Bereiches Allgemein-, Visceral- und Gefäßchirurgie

  • Klassische Allgemeinchirurgie:
  • Schilddrüsen-, Gallenblasen-, Blinddarm- und Leistenbruchoperationen
  • Klassische Visceralchirurgie:
  • Chirurgie des Eingeweidetraktes unter besonderer Betonung der Krebschirurgie und der chronisch entzündlichen Darmerkrankungen
  • Chirurgische Behandlung des Venenleidens und des offenen Beines
  • Moderne Therapie chronischer Wunden Schlüssellochchirurgie, Schrittmacherchirurgie, Kinderchirurgie, Chirurgie der Enddarmerkrankungen

Fazit:
eine chirurgisch-operative Versorgung auf hohem Niveau, in der die Sicherheit des Patienten oberste Priorität besitzt


Letzte Änderung: 18.10.2010