
Seit dem 1.2.2007 sind die Abteilungen für Unfallchirurgie aus den Kliniken Sindelfingen und Böblingen am Standort Sindelfingen zusammengelegt worden. Unter der Leitung von Prof. Dr. Axel Prokop steht am Standort Sindelfingen ein hochkompetentes Team mit 4 Oberärzten und 8,5 Assistenzärzten rund um die Uhr bereit, um Verletzungen und Frakturen mit modernsten Implantaten den aktuellsten Therapierichtlinien zu versorgen.
"Das wichtigste ist, dass der Patient best möglichst nach den modernsten Gesichtspunkten behandelt wird und rundherum zufrieden ist. Wir wollen unsere Patienten wie Kunden sehen, und der Kunde ist König."
In unserer Klinik wird die gesamte Unfallchirurgie auf höchstem Niveau und aktuellsten wissenschaftlichen Standard angeboten. Darüber hinaus werden weitere Schwerpunkte gesetzt:

Wir sind ein regionales zertifiziertes Traumazentrum am Klinikum Sindelfingen. Die Vorrausetzung mit einem luft- und bodengebunden Rettungssystem eröffnet einen schnellen Zustrom, denn der Faktor Zeit ist von zentraler Bedeutung. Je früher man die Verletzten operieren kann, desto besser sind die Ergebnisse und desto kürzer ist die Nachbehandlungszeit.
Lesen Sie hierzu auch den Artikel aus der Kreiszeitung vom 12.06.2009

Ein deutlicher Schwerpunkt liegt in der Wirbelsäulenchirurgie.
Brüche der Wirbelsäule mit drohenden Fehlstellungen oder Lähmungen sind immer besonders dramatische und schwere Verletzungen.
Wir können neben den perkutanen dorsalen Stabilisierungen auch die ventralen minimal invasiven endoskopischen Techniken und die perkutanen Wiederaufrichtung (Kyphoplastien, Vesselplasty und Stenteinlagen) anbieten. Bei diesen „Schlüssellochoperationen“ wird die Operation über nur sehr kleine Zugänge mit speziellen Instrumenten unter Sichtkontrolle am Monitor ausgeführt. Der Vorteil liegt auf der Hand: Die Patienten sind wenig schmerzgeplagt und sehr schnell wieder auf den Beinen. Auch von Tumoren befallene Wirbelkörper können entfernt und ersetzt werden.

Kinder genießen eine besondere Priorität bei der Behandlung. Es ist heute nicht mehr zeitgemäß Kinder lange in großen Gipsverbänden ins Bett zu legen, wenn wir ohne große Schnitte und Schmerzen eine sofortige Mobilisation erreichen können.
In der Frakturversorgung sind hier Techniken, die die Kinder wenig belasten beispielhaft. Frakturen von Kindern können innerhalb von 30 Minuten über zwei 0,5 cm große Schnitte perkutan mit einer Art Nagel zu versorgt werden. Die Osteosynthesen sind abhängig von der Frakturart belastungsstabil und haben sich in der Kinderchirurgie inzwischen durchgesetzt.

Ein großes zukünftig weiter wachsendes Patientenkollektiv sind unsere älteren Mitmenschen. Waren 1990 noch 15% aller Deutschen über 65 Jahre, werden es 2030 bereits 26,1% und 2050 sogar bereits 28,4%.
Damit werden die Häufigkeiten insbesondere von typischen Verletzungen wie Speichenbrüche, Schenkelhalsfrakturen, Wirbelkörperfrakturen und auch periprothetischen Frakturen dramatisch ansteigen.
Ein Focus wird natürlich auch auf diese Patienten gelegt.
Nur die schnelle Behandlung ermöglicht ein frühe Belastung und rasche Wiedererlangung der Mobilität und Eingliederung in das häusliche Umfeld.
Im Moment bereiten wir die DIN ISO Zertifizierung zum 2. Zentrum in Deutschland vor.

Die häufigsten Frakturen beim Sportler sind die Schlüsselbeinbrüche und die körpernahen Speichenbrüche. Gerade hier stehen neue Methoden der intramedullären Schienung des Schlüsselbeins zur Verfügung. Die Arbeitsausfalls- und Sportunfähigkeitszeiten konnten dadurch drastisch reduziert werden.
Der Einsatz von modernen winkelstabilen Platten am körperfernen Unterarmbruch und der Gebrauch von sich selbst auflösenden biodegradablen Implantaten am körpernahen Unterarmbruch ermöglichen hier rasche wieder Erreichbarkeit der Sportfähigkeit ohne spätere Metallentfernung.
So kann eine für die Patienten belastende Zweitoperation vermieden werden.

Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt liegt in der Hüftgelenks- und Beckenbruchbehandlung. Die steigende Zahl der operationspflichtigen Eingriffe bei diesen oft dramatischen Verletzungen erfordert eine rasche und gewebeschonende Therapie. Dabei werden je nach Bruch kleine Zugänge verwendet und auch Navigationssysteme eingesetzt. Nur so lassen sich dauerhafte Ruhe- und Belastungsschmerzen durch frühzeitigen Verschleiß oder Fehlhaltungen vermeiden. Ähnliches gilt für die Kniegelenks- und Sprunggelenksbrüche.

Wenn immer möglich wollen wir „kleinere Eingriffe“ wie Metallentfernungen oder Hand- und Fußchirurgische Eingriffe ambulant anbieten. Wenn die Vorraussetzungen erfüllt sind, kommen die Patienten morgens von zu Hause und liegen abends wieder in Ihrem eigenen Bett.
Kommen Sie zu uns, sprechen Sie uns an, unser Team ist immer für Sie da!