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Angiographie (DSA)  


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Die Angiographie ist eine Methode zur Darstellung der Blutgefäße.
Mit Hilfe von Kontrastmittel und modernen Röntgengeräten (Axiom Artis MP, Fa. Siemens) können wir sämtliche Blutgefäße im Körper darstellen. Die Becken-Bein-Angiographie ist die am häufigsten durchgeführte Untersuchung.

Wir führen Angiographien in der modernen DSA-Technik durch, die im Vergleich zur konventionellen Technik eine deutlich geringere Strahlenbelastung hat und zudem bessere Bilder liefert.


Bild vergrößernBild A.: Oberschenkelarterie mit Engstelle, Vor Dilatation (=Aufdehnung) / Bild B.: Nach Aufdehnung der Engstelle

Neben der Untersuchung führen wir auch die Behandlung von Wandveränderungen arterieller Blutgefäße durch, z.B.

  • Dilatation (Aufweitung einer Engstelle des Blutgefäßes mit einem Ballonkatheter)
  • Stent-Einsetzung (flexibler Metallzylinder zum Offenhalten einer Engstelle)

Häufig gestellte Fragen:

Für wen ist diese Untersuchung sinnvoll?
Viele Patienten leiden unter einer Arteriellen Verschlußkrankheit (kurz AVK).
Häufig äußern sich die Beschwerden als Stechen oder Schmerzen in den Beinen oder in der Wade beim Gehen. Nach einer kurzen Ruhepause bessern sich die Beschwerden oft.
Andere Patienten leiden unter hohem Blutdruck oder unklaren Kopf- und Bauchschmerzen. Der Grund kann in einer Gefäßerkrankung liegen, die wir feststellen und behandeln können.

Ist eine Anmeldung und Terminvergabe erforderlich?
Ja. Wenn Ihr Hausarzt die Indikation zur dieser Untersuchung feststellt und Sie zu uns überweist, dann:

  1. Telephonische Anmeldung in unserem Sekretariat
  2. Am Tag der Untersuchung:
  • An dem Tag der Untersuchung ist ein kleines Frühstück erlaubt.
  • Nehmen Sie Ihre Medikamente bitte wie üblich ein.
  • Bringen Sie bitte Ihre Medikamente oder die Verordnungsliste mit.
  • Anmeldung in der Patientenaufnahme (Erdgeschoss) und in der Radiologischen Abteilung (I. Stock) mit Überweisung
  • Danach ausführliches Aufklärungsgespräch mit dem Arzt und ggfl. Blutentnahme vor der Untersuchung.
  • Nach Ihrem Einverständnis und Vorbereitung erfolgt die Untersuchung.
  • Nach der Untersuchung erfolgt die Kontrolle der Punktionsstelle und die Besprechung der Untersuchungsergebnisse.

Wie funktioniert die Angiographie?
Je nach Fragestellung wird ein dünner Kunststoffschlauch (Katheter) nach örtlicher Betäubung in ein Blutgefäß vorgeschoben. Dies geschieht meist von der rechten Ellenbeuge aus. Die Spitze dieses Katheters wird in dem zu untersuchenden Gebiet plaziert. Sie spüren davon nichts, da die Blutgefäße innen keine Nerven haben. Über eine Pumpe wird durch den Katheter ein Kontrastmittel in die Arterie gespritzt. Das Kontrastmittel kann mit unserer hochmodernen Angiographieanlage (Axiom Artis MP, Fa. Siemens) sichtbar gemacht werden. Es entstehen Bilder die am Computer ausgewertet werden.

Wie lange dauert die Untersuchung?
Die Untersuchung dauert ca. eine halbe Stunde. Eine Stunde später erfolgt eine Kontrolle der Punktionsstelle. In der Zeit dazwischen können Sie etwas essen oder einen Kaffee trinken.

Muss ich danach im Krankenhaus bleiben?
Nein. Die Untersuchung erfolgt in der Regel ambulant, d.h. Sie können danach wieder nach Hause. Sollten Sie allerdings eine stationäre Durchführung der Untersuchung wünschen, so ist auch dies möglich.
In jedem Fall stationär erfolgen sollte die Untersuchung, wenn ein Vorgehen von der rechten Ellenbeuge aus nicht möglich ist und ein Zugang von der Leiste aus gewählt werden muss.

Kann ich danach Autofahren?
Ja. Die Punktionsstelle, in der rechten Ellenbeuge, wird mit einem festen Druckverband versorgt. Der Arm sollte geschont und möglichst nicht gebeugt werden.

Wann wird der Druckverband entfernt?
Sie können den Druckverband selbst nach 24 Stunden entfernen.
Danach reicht ein einfaches Pflaster.

Was ist, wenn es aus der Punktionsstelle blutet?
Sollte es aus der Punktionsstelle bluten, melden Sie sich bitte umgehend bei uns.

Was ist eine Arterielle Verschlußkrankheit (AVK)?
Die Gefäßwände sind oft verkalkt und eingeengt. Die Folge davon ist, dass die Blutzufuhr zu dem betroffenen Organ reduziert ist. Das Organ kann seine Funktion nicht mehr richtig ausführen. Es betrifft meistens die Blutgefäße im Bereich des Beckens und der Beine. Der Patient bekommt bei Bewegung Schmerzen in der Wade. Nach einer Pause bessern sich die Beschwerden häufig.

Was ist eine Stenose?
Eine Stenose ist eine Einengung im Inneren eines Blutgefäßes.
Sie kann in allen Blutgefäßen entstehen. Durch eine Stenose gelangt weniger Blut zu dem zu versorgenden Organ. Es können Schmerzen auftreten.

Was ist eine Dilatation und was ist ein Stent?
Wenn man eine Stenose durch die Angiographie diagnostiziert, kann man durch eine Dilatation diese Engstelle mit einem speziellen Ballonkatheter aufdehnen. Wenn es erforderlich ist, kann ein Stent (gitterartiges Metallröhrchen) eingesetzt werden um die Engstelle offen zu halten. Die Methode erspart dem Patienten eine Operation.

Was kann bei der Kontrastmittelgabe passieren?
Das Kontrastmittel, das zum Trinken gegeben wird, führt oft zu einem kurz andauernden, leichten Durchfall, ist aber ansonsten ungefährlich.
Das Kontrastmittel, das in die Vene gespritzt wird, kann selten zu allergischen Reaktionen führen. Vielen Patienten verspüren während der Kontrastmittelinjektion ein Wärmegefühl. Bei einer Vorschädigung der Nieren kann sich die Nierenfunktion nach der Kontrastmittelgabe vorübergehend etwas verschlechtern. Sollte der Patient Metformin eingenommen haben, kann es in den Tagen nach der Untersuchung eventuell zu einer Entgleisung der Blutzuckerwerte mit Unterzucker kommen.

Wie lange bleibt das Kontrastmittel im Körper?
Das meiste Kontrastmittel ist bereits wenige Stunden nach der Kontrastmittelgabe über die Nieren ausgeschieden. Die Ausscheidung beginnt schon während der Untersuchung.

Was sollte ich nach der Untersuchung beachten?
Am Tag der Untersuchung sollten Sie noch 2-3 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen.

Was darf ich vor der Untersuchung fragen?
Alles. Unser erfahrenes Personal steht Ihnen jederzeit gerne mit Rat und Tat zur Verfügung.

Wie ist die Bestrahlungsbelastung bei dieser Untersuchung?
Die Strahlenbelastung ist etwas höher als bei einer normalen Röntgenaufnahme.