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Benigne Prostatahyperplasie 

Benigne Prostatahyperplasie

Die Prostata (Vorsteherdrüse) liegt beim Mann im kleinen Becken unmittelbar unterhalb der Harnblase und umschließt mantelförmig den ersten Teil der Harnröhre. Unmittelbar hinter der Prostata liegen die Samenbläschen und die Samenleiter münden im Bereich der Prostata in die Harnröhre. Die gutartige Vergrößerung der Prostata (Benigne Prostatahyperplasie, kurz BPH) ist eine typische Veränderung bei Männern im fortgeschrittenen Lebensalter, die durch hormonelle Veränderungen ausgelöst wird. Eine Vergrößerung der Prostata ist ein normaler Prozess und besitzt per se keinen Krankheitswert. Kommt es jedoch zu einer übermäßigen Vergrößerung der Prostata, so kann diese durch Komprimierung der Harnröhre den Harnabfluss aus der Blase beim Urinieren behindern. Dann treten Symptome wie ein abgeschwächter Harnstrahl, eine verlängerte Miktion oder ein 2 Gefühl, die Blase nicht vollständig entleeren zu können, auf. Darüber hinaus kann die Notwenigkeit nachts mehrfach Wasserlassen zu müssen, sowie eine Blutbeimengung im Urin Symptom einer Prostatavergrößerung sein.

Therapie der gutartigen Prostatavergrößerung

Eine Notwendigkeit sich auf Grund einer Prostatavergrößerung behandeln zu lassen ergibt sich aus den Symptomen.  Grundsätzlich gibt es bei der Behandlung der Prostatavergrößerung mehrere Alternativen. In leichteren Fällen ist oft eine medikamentöse Therapie ausreichend. Hierfür stehen verschiedene Medikamente zur Auswahl. So kann mitunter eine Behandlung mit pflanzlichen Mitteln („Phytopharmaka“) ausreichend  sein. Eine nachgewiesene Verbesserung der Symptome lässt sich durch so genannte „Alpha-Blocker“ erreichen. Diese bewirken eine Entspannung der Muskulatur am Blasenausgang und ermöglichen so eine verbesserte Miktion. In den letzten Jahren ist das Spektrum der medikamentösen Therapie noch um weitere Präparate erweitert worden, die durch eine Hormonblockade die Prostata am Wachsen hindern und sogar zu einer Verkleinerung führen können. In vielen Fällen ist eine medikamentöse Therapie jedoch nicht ausreichend, so dass eine operative Verkleinerung der Prostata notwendig wird. Absolute Indikationen für eine solche Operation sind:

  • Unfähigkeit bei gefüllter Blase Wasserlassen zu können (Harnverhalt)
  • Unfähigkeit durch Urinieren die Blase vollständig  entleeren zu können, so dass Resturin in der Blase verbleibt
  • Ein Aufstau des Resturins bis in die Nieren mit einer daraus resultierenden Funktionseinschränkung der Nieren
  • Wiederkehrende Blutungen aus der Prostata mit Blutbeimischung im Urin
  • Das Auftreten von Blasensteinen

Eine relative Indikation ergibt sich aus den oben beschriebenen Symptomen, wenn diese so gravierend sind, dass sie nicht mehr toleriert werden können.