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Aus dem Kreisklinikum Calw-Nagold 

09.07.2018

Erfahrung, die sich bezahlt macht

Die Orthopädie am Kreisklinikum Calw-Nagold unter Chefarzt Prof. Dr. Martin Handel feierte dieses Frühjahr siebenjähriges Bestehen – schon über 1.000 Hüft-OPs in minimalinvasiver Technik

Sein siebenjähriges Dienstjubiläum als Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Krankenhaus Calw „feierte“ Prof. Dr. Martin Handel sozusagen im OP: Mit schwäbischem Fleiß und Understatement stand der in Reutlingen aufgewachsene und in Tübingen studierte Mediziner lieber am Operationstisch, als im Mittelpunkt von Feierlichkeiten. Dabei hätte sein Team rückblickend allen Grund dazu: In den sieben Jahren, seit Prof. Handel mit dem Eintritt in den Ruhestand seines Vorgängers PD Dr. Martin Manner 2011 die Führung übernahm, hat sich die Klinik bestens entwickelt. Zur neu eingeführten, computerunterstützten Implantation von künstlichen Hüft- und Kniegelenken kam u. a. das gesamte Spektrum der orthopädischen Knie- und Fußchirurgie einschließlich Knorpelersatzverfahren und Kunstgelenken am Sprunggelenk sowie die Rheumaorthopädie hinzu. Außerdem wird das gesamte Spektrum der Sportmedizin inkl. arthroskopischer Eingriffe vorgehalten.  In Calw werden jährlich ca. 400 künstliche Gelenke in muskel- und gewebeschonender minimalinvasiver Technik eingesetzt, allein bei Hüftendoprothesen machte das weit über 1.000 OPs seit 2011.

Reine Operationszahlen sind für den Orthopäden aber nicht maßgeblich für den Erfolg, es geht vielmehr um die individuell passende Therapie eines jeden einzelnen Patienten. „Gerade auch, weil bundesweit medial immer wieder Vorwürfe von zu vielen unnötigen OPs im Bereich der Endoprothetik laut werden, haben wir hier eine besondere Verantwortung“, unterstreicht Prof. Handel. „Seit Jahren bieten wir beispielsweise die konservative, OP-freie Bandscheibenbehandlung, die sogenannte periradikuläre Infiltrationstherapie, sehr erfolgreich an. Am Ende entscheidet immer der Leidensdruck des Patienten basierend auf den Therapieoptionen, die ein guter Arzt dem Patienten möglichst verständlich und transparent darlegen muss – eine OP sollte aber immer die Ultima Ratio sein.“ Dennoch macht sich die Erfahrung eines guten orthopädischen Chirurgen natürlich auch an Zahlen fest.  Wenn möglich, steht der Erhalt des natürlichen Gelenks unter Anwendung modernster knorpelchirurgischer Verfahren an erster Stelle; wenn ein künstliches Gelenk aber schließlich unumgäng­lich ist, trachtet die ärztliche Kunst heute da­nach, möglichst viel von dem vorhandenen Knochen „zu retten“ – damit gegebenenfalls notwen­dige spätere Austauschoperationen immer noch möglich sind. „Grundsätzlich zählt jeder Millimeter Knochen, der erhalten werden kann, für die Zukunft“, erklärt Prof. Handel, der sich u. a. an der Universitätsklinik Regensburg in Bad Abbach einen nationalen Ruf als Spezialist für Fußchirurgie und Endoprothetik einschließlich komplexer Wechseloperationen erworben hat. „Ein neues Verfahren aus den USA, die sogenannte individuelle Knieendoprothese oder Teilprothese bietet unserem Team mittlerweile die Möglichkeit, bei bestimmten Krankheits- und Verletzungsmustern quasi maßgeschneiderten Gelenkersatz zu implantieren – in Calw kommt das Verfahren derzeit bei rund 50 Prozent aller Patienten mit fortgeschrittener Arthrose im Kniegelenk zum Einsatz.“ Die Patienten kommen hierfür bereits aus einem weit überregionalen Einzugsgebiet nach Calw.

„Der ungebrochene Patientenzustrom sowie korrespondierende 97 Prozent positiver Rückmeldungen aus den Patientenbefragungen geben Prof. Handel und seinem Team recht“, unterstreicht auch der medizinische Geschäftsführer des Klinikverbundes Dr. Jörg Noetzel. „Und mit dem jüngsten Kreistagbeschluss, welcher zukünftig die Orthopädie weiter in Calw verortet, haben wir nun vor allem Planungssicherheit. Gerade für ein schwerpunktmäßig elektives Fachgebiet wie die Orthopädie ist die Einbindung in den Neubau auf dem Stammheimer Feld eingebettet in den Gesundheitscampus perspektivisch von großer Bedeutung. Die neuen strukturellen und baulichen Gegebenheiten bieten den Mitarbeitern ein modernes Arbeitsumfeld und somit auch für die Zukunft die Möglichkeit, medizinische Innovationen im Sinne der Patienten in den Landkreis Calw einzubringen, die man sonst oftmals nur an großen orthopädischen Spezialkliniken findet.“ Mittlerweile sind es über 2.000 (2.089 im Jahr 2017) stationäre Fälle, die in der Klinik von Prof. Handel pro Jahr behandelt werden, hinzu kommen fast 15.000 (14.868) in 2017 ambulante Behandlungskontakte . So fügt sich auch der Bereich der Unfallchirurgie nahtlos in das Erfolgsmodell ein: Diese wurde bereits 2011 unter der fachlichen Sektionsleitung von Oberarzt Dr. Matthias  Nebe als Traumazentrum zertifiziert und ist als solches mit Hubschrauberlandeplatz, Notarzteinsatzfahrzeugstandort und interdisziplinärer Intensivstation seither Anlaufpunkt für Unfallpatienten aller Art und jeden Alters. Mit Dr. Nebe wird zudem vollumfänglich die BG-Zulassung für die Behandlung von Patienten im D-Arzt-Verfahren (Arbeitsunfälle, versichert über die Berufsgenossenschaftlichen Unfallversicherungen) an den Kliniken Calw sichergestellt. Die enge Kooperation mit dem Therapiezentrum im Klinikverbund Südwest bietet zudem Rehamöglichkeiten mit Krankengymnastik und Ergotherapie aus einer Hand. 

[Foto: Experte für Endoprothetik und Fußchirurgie und seit sieben Jahren im Klinikverbund Südwest: Prof. Dr. Martin Handel]

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