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Diagnostik 

Auch im gynäkologischen Bereich legt die Frauenklinik Wert auf eine schonende, wenig belastende Diagnostik mit modernen Geräten und nach den aktuellen Leitlinien der Fachgesellschaften. Neben der klassischen Erhebung Ihrer Krankengeschichte im Gespräch, den konventionellen Untersuchungsverfahren, ermöglichen hochauflösende Ultraschallgeräte mit Doppler- und Powerdopplerfunktionen, sowie minimalinvasives Instrumentarium für Gebärmutter- und Bauchspiegelungen eine schnelle und ganzheitliche Diagnostik Ihrer Erkrankung.

Bei Bedarf können unproblematisch weitere, fachübergreifende Untersuchungen, in den Kliniken Böblingen, (z.B. internistische Sonographien, Herz- oder Röntgenuntersuchungen, Spiral-CT oder Kernspintomographie) oder in anderen Kliniken des Klinikverbunds Südwest (z.B. neurologische, urologische Spezialuntersuchungen) durchgeführt werden. Bei einer bösartigen Erkrankung im Unterleib wird folgendes Vorgehen bei jeder Patientin routinemäßig angeordnet.

Die Durchuntersuchung (staging)
Wenn Krebs Absiedelungen (Metastasen) bildet, so tut er dies vor allem in Lunge, Leber, Bauchraum oder Knochen. Daher werden diese Bereiche routinemäßig mit folgenden Verfahren durch untersucht:

  • Röntgenuntersuchung der Lunge (Röntgen Thorax)
  • Mit Hilfe von Röntgenstrahlen werden die Organe des Brustkorbs dargestellt. Da die verschiedenen Organe für Strahlen unterschiedlich durchlässig sind, kann man sie auf dem Röntgenbild voneinander unterscheiden. So werden auch Metastasen ab einer Größe von ca. fünf Millimetern sichtbar.

Bauchsonographie (Sono Abdomen)
Bei einer Ultraschalluntersuchung (Sonographie) werden von einem Schallkopf nicht hörbare Schallwellen ausgesandt. Treffen sie auf Gewebe, entsteht ein entsprechendes Echo, das wiederum vom Schallkopf aufgefangen und schließlich als Bild sichtbar gemacht wird. Da Tumorgewebe Schallwellen anders reflektiert als z.B. gesundes Lebergewebe, kann man mit dieser Methode bereits Metastasen ab einer Größe von wenigen Millimetern darstellen.
Die besten Sichtbedingungen hat man, wenn die Untersuchung nüchtern durchgeführt wird, da dadurch eventuelle Luftüberlagerungen im Darm vermieden werden können.

Knochenszintigraphie
Bei dieser Untersuchung werden Ihnen über die Vene so genannte Radionuklide verabreicht, die für eine kurze Zeit radioaktive Strahlen abgeben. Nach ungefähr zwei Stunden wird dann mit einer Gammakamera ein Bild vom Skelett gemacht. Die Radionuklide reichern sich verstärkt in den Bereichen des Skeletts an, in denen ein höherer Stoffwechsel besteht. Dies ist zum Beispiel bei Knochenmetastasen, aber auch bei gutartigen Veränderungen wie altersbedingten Verschleißerscheinungen oder auch nach Knochenbrüchen der Fall. Sollten sich Mehranreicherungen zeigen, wird man diesen Bereich eventuell nachröntgen um zwischen gut- und bösartigen Veränderungen zu unterscheiden