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Intensivmedizin 

Auf unserer interdisziplinären Intensivstation werden Sie von den Ärzten der Anästhesie und der Inneren Medizin in Zusammenarbeit mit den Ärzten aller anderen Fachrichtungen unseres Hauses rund um die Uhr medizinisch betreut. Für die pflegerische Betreuung ist das Team um unseren leitenden Intensivpfleger Herrn Seelmann zuständig.

Auf unserer Intensivstation wurden im Jahr 2010 etwa 2000 Patienten behandelt. Bei der Behandlung dieser schwerkranken Patienten waren ca. 40.000 Stunden Beatmung notwendig.

Im Jahr 2011 konnten wir in die Räumlichkeiten unserer neuen Intensivstation mit insgesamt 25 Betten mit erweitertem Monitoring (Patientenüberwachung) umziehen. Rund 5,8 Millionen Euro investierte der Klinikverbund Südwest in die Erweiterung und Modernisierung des Intensivbereichs. Unterstützt wurde der Verbund dabei von Bund und Land; es ist eines von 25 Projekten, das finanziell im Rahmen des Konjunkturpakets II mit 3,45 Millionen Euro gefördert wurde.

Auf der neuen Intensivstation entfallen 15 Betten auf die klassische Intensivstation und 10 Betten auf den so genannten Intermediate-Care-Bereich. Intermediate Care (IMC) schließt die Lücke zwischen Normal- und Intensivstationen: in diesem besonderen Bereich, in dem die technische Ausstattung der einer Intensivstation ähnelt, kümmern sich speziell ausgebildete Pflegekräfte und Ärzte um solche Patienten, die zwar einer umfangreicheren Überwachung bedürfen, als sie auf einer Normalstation gewährleistet werden kann, die aber nicht auf einer Intensivstation untergebracht werden müssen.

Nach einer aufwändigen Operation werden Sie möglicherweise auf unsere Intensivstation verlegt, um Risiken von Ihnen fernzuhalten. Ebenso kann es durch eine plötzlich auftretende schwere Erkrankung (Herzinfarkt, Lungenentzündung, schwerer Unfall, … ) notwendig sein, Sie auf die Intensivstation aufzunehmen. Hier kümmert sich ein Ärzte- und Pflegeteam intensiv um ihr weiteres Wohlbefinden. Zu Ihrer Sicherheit werden Herz-, Kreislauf- und Atmungsfunktion ebenso wie andere lebenswichtige Organfunktionen kontinuierlich überwacht und - wenn notwendig - entsprechend medikamentös bzw. maschinell unterstützt (Beatmung, "Blutwäsche" mittels Dialyse, "Intraaortale Ballongegenpulsation").

Ihren geplanten Aufenthalt auf einer Intensivstation wird der Anästhesist bzw. der behandelnde Arzt schon vor der geplanten Operation mit Ihnen besprechen. Vorab möchten wir Ihnen schon einige allgemeine Informationen geben:

Wenn Sie nach einer großen Operation auf der Intensivstation aufwachen, kann es sein, dass Sie noch einen Beatmungsschlauch (Endotrachealtubus) im Mund haben. Sie können dann nicht sprechen. Die für Sie zuständige Pflegekraft kennt diese Situation und weiß, wie sie Ihnen helfen kann. Gelegentlich klagen Patienten über Mundtrockenheit, eventuell auch über ein Durstgefühl. Da Sie noch nicht trinken können oder dürfen, werden wir diese Beschwerden mit geeigneten Mitteln lindern. Wurde Ihnen während der Narkose ein Blasenkatheter gelegt, können Sie das Gefühl haben, Wasser lassen zu müssen, obwohl der Urin über den Katheter abfließt und keine Gefahr des Einnässens besteht.

Bei Störungen der Lungenfunktion (z.B. Lungenentzündung, "Wasser in der Lunge") kann es erforderlich sein, Sie so lange künstlich über den Endotrachealtubus zu beatmen, bis sich Ihre Lunge wieder erholt hat. Dies erfolgt prinzipiell in Narkose bzw. unter sedierender Medikation. Die Entwöhnung von der künstlichen Beatmung kann in manchen Fällen einige Tage dauern. Die maschinelle Atemhilfe wird stets Ihrer eigenen spontanen Atmung angepasst, bis Sie keine maschinelle Atemunterstützung mehr benötigen. Dann kann der Tubus rasch entfernt werden. Leichtere bzw. voraussichtlich schnell behebbare Störungen der Lungenfunktion werden mit einer Maske behandelt, die Ihnen zeitweise über Mund und Nase aufgesetzt wird. Hierbei wird sehr darauf geachtet, dass sie sich nicht bedrängt fühlen.
Wenn Sie selbst nicht essen können, werden die Pflegekräfte ihnen helfen. Falls Sie vorübergehend nicht essen dürfen, erhalten sie eine künstliche Ernährung, die alle notwendigen Nährstoffe enthält. Meist geschieht dies über eine sehr weiche Magensonde, die durch ein Nasenloch über Rachen und Speiseröhre in den Magen vorgeschoben wurde. Nur wenn Ihr Magen-Darm-Trakt nicht richtig arbeitet oder nicht mit Nahrung belastet werden darf, werden Sie durch Infusion von Nährstoffen in Ihr Blut über einen Venenkatheter ernährt.

Zur Kontrolle und Behandlung des Kreislaufs kann eine weitergehende, auf Sie angepasste Überwachung wichtiger Kreislaufparameter nötig sein. Dazu werden dünne, hochflexible Kunststoffschläuche (Katheter) in eine Arterie bzw. Vene (z.B. zentraler Venenkatheter) gelegt. Solche Katheter haben einen hohen Stellenwert in der Behandlung von Intensivpatienten. Häufig genug ist mit einer versehentlichen Entfernung unmittelbare Lebensgefahr verbunden; daher versuchen Sie, solche Katheter nicht durch Unachtsamkeit zu gefährden!

Ein Aufenthalt auf der Intensivstation kann sowohl Patienten als auch Angehörige sehr belasten. Angst und Ungewißheit sowie möglicherweise die Unfähigkeit des Patienten, sich zu äußern und sich zu bewegen, erschweren die Situation. Dessen sind sich alle Mitarbeiter unserer Intensivstation bewußt und handeln bedacht. Wir arbeiten auch eng mit unseren Krankenhausseelsorgern zusammen, um die Betroffenen während der Zeit großer Belastung optimal unterstützen zu können. Wöchentlich werden in einem Ethik-Gesprächskreis auf der Intensivstation mit allen Beteiligten der Ärzte- und Pflegeteams, der Seelsorge und ggf. auch mit Patienten und Angehörigen schwierige Fälle besprochen.

Das Klinikum Sindelfingen-Böblingen hat seine Behandlungsschwerpunkte gemäß den Fachrichtungen an beiden Standorten aufgeteilt. Die räumliche Nähe erlaubt es, ein gut funktionierendes fächerübergreifendes Konsiliarsystem zu etablieren.

Im Rahmen der regelmäßigen Audits der zertifizierten Zentren im Klinikum Sindelfingen-Böblingen wird auch die Intensivstation von externen Prüfern überwacht.

Für so genannte "heimbeatmete Patienten" (Patienten, die infolge einer ernsten Grunderkrankung dauerhaft beatmet sein müssen und zu Hause oder in einem Heim mit speziellen Beatmungsgeräten behandelt werden) gibt es auf der Intensivstation der Kliniken Sindelfingen die Möglichkeit der Neuadjustierung des Beatmungsgerätes bzw. Beatmungsmodus auf neue krankheits- oder technikbedingte Situationen.

Um eine möglichst schnelle und nachhaltige Genesung zu ermöglichen, kümmern sich zusätzlich auch noch Krankengymnasten, Ergotherapeuten, Logopäden und weitere Spezialisten um unsere Patienten.

Damit Sie auch während Ihres Aufenthalts auf der Intensivstation stets gut informiert und unterhalten sind, bieten wir Ihnen an jedem Bettplatz die Möglichkeit zur kostenlosen Nutzung eines Radios. Teilweise steht ihnen auch ein Fernseher zur Verfügung.

Über weitere Intensivbehandlungsmaßnahmen, die eventuell erforderlich werden können, sowie deren Risiken wird Sie Ihr Anästhesist bzw. der ärztliche Kollege der entsprechenden Fachabteilung gern informieren.

Besuchszeiten

Die Besuchszeiten für Angehörige sind für die Intensivstationen täglich von 11 bis 12 Uhr sowie von 14.30 bis 19.30 Uhr. Darüber hinaus nur nach Absprache mit unserem Pflegepersonal.
Überwachung Sindelfingen Tel.: 07031 981 2710
Therapie Sindelfingen Tel.: 07031 981 2810