Kliniken und Einrichtungen im Klinikverbund Südwest:

Suchen im Verbund

Inhalte durchsuchen
Hier können Sie den kompletten Inhalt der Webseite durchsuchen.
Personensuche
Sie suchen eine Person im Klinikverbund?
Durchsuchen Sie unsere gesamte Adressliste.
Med. Wegweiser
Geben Sie Ihren Behandlungswunsch ein und finden Sie die richtigen Ansprechpartner im Klinikverbund.
Sie sind hier:  /  Klinikum Sindelfingen-Böblingen  /  Medizin  /  Klinik für Unfallchirurgie  
Schrift: Schrift vergrößern Schrift verkleinern

Frakturen im Wachstumsalter  

Zu den schönsten Aufgaben der Unfallchirurgie gehört die Knochenbruchbehandlung im Kindesalter als ein weiterer Schwerpunkt der Sindelfinger Unfallchirurgie.

Bedingt durch die noch offenen Wachstumsfugen im Kindes- und jugendlichen Alter zeichnet sich die Frakturheilung (Knochenbruchheilung) durch ein hohes Reparations und Korrekturpotential proportional zum Lebensalter aus.

Hieraus ergeben sich folgende Unterschiede zur Frakturheilung im Erwachsenenalter.

  1. Die Frakturheilung erfolgt rascher
  2. Störungen der Frakturheilung sind seltener
  3. Frakturbedingte Fehlstellungen können durch das noch wachsende Skelett spontan korrigiert werden

Früher galt für die Behandlung der kindlichen und jugendlichen Frakturen die Forderung: die Behandlung ist konservativ, d. h. ohne Operation durchzuführen. So wurden beispielsweise verschobene Frakturen des Oberschenkelknochens im Kleinkindesalter über mehrere Wochen in der sog. Heftpflaster-Overhead-Extension, bei älteren Kindern über mehrere Wochen durch Extensionsbehandlung am sog. "Weber-Tisch" bis zu ihrer Heilung ruhiggestellt.

Eine zunehmend kritische Einstellung gegenüber langen Ruhigstellungszeiten und langen Krankenhausaufenthalten gerade bei Kindern haben in Verbindung mit neuen Implantaten einen fast revolutionären Wandel in der Behandlung der Knochenbrüche im Wachstumsalter herbeigeführt.

Vor allem durch die Entwicklung der inneren Markraumschienung mit elastischen Titannägel, die über kleinste Hautschnitte eingebracht werden, war es möglich eine in allen Bewegungsebenen übungs- und frühzeitig belastungsstabile Versorgung der kindlichen Schaftfrakturen zu ermöglichen.

Gerade bei unseren jüngsten Patienten ist der neue Behandlungskomfort mit besonders kurzem stationären Aufenthalt ein wichtiger Fortschritt und für alle Beteiligten ein segensreicher Gewinn.