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Aus dem Klinikverbund Südwest 

22.03.2018

Klares Bekenntnis zur wohnortnahen Versorgung

Aufsichtsrat beauftragt Geschäftsführung mit Konkretisierung der Medizinkonzeption

Die Medizinkonzeption 2020 für die Krankenhäuser im Landkreis Böblingen muss konkretisiert werden. Diesen Auftrag hat der Aufsichtsrat der Kreiskliniken Böblingen gGmbH auf seiner heutigen Sitzung der Geschäftsführung mitgegeben. „Die Geschäftsführung setzte die klare Botschaft, dass mit der vom Kreistag 2014 beschlossenen Medizinkonzeption nicht wie ursprünglich geplant eine schwarze Null beim Betrieb aller Krankenhäuser erreicht werden kann“, so der Landrat Roland Bernhard, Aufsichtsratsvorsitzender der  Kreiskliniken Böblingen gGmbH. Das läge an veränderten politischen und fachlichen Rahmenbedingungen auf Bundes- und Landesebene. „Der Aufsichtsrat muss sich nun damit auseinandersetzen, ob und mit welchem Defizit der Kliniken er den Haushalt des Landkreises als Träger in den nächsten Jahren und Jahrzehnten belasten kann.“

Wie die Geschäftsführung in der Sitzung aufgezeigt habe, stimme die Ausrichtung der Medizinkonzeption. „Es gilt jetzt, die Medizinkonzeption konsequent umzusetzen und an einigen Stellen zu konkretisieren.“ Sonst, so die Prognose, bleibe es bei einem Minus von rund 10 Millionen Euro jährlich. Seit 2009 schreibt der Klinikverbund Südwest rote Zahlen. 2017 beträgt das Defizit rund 19 Millionen Euro für den Verbund. Gründe für diese finanzielle Schieflage liegen auch in den insgesamt schwierigen Rahmenbedingungen für die Krankenhäuser in Deutschland.

Dabei bekennen sich alle 22 Mitglieder des Aufsichtsrates zu einer wohnortnahen Basisversorgung. „Mit Hilfe der Medizinkonzeption 2020 erhalten wir alle drei Klinikstandorte und führen sie in eine sichere Zukunft“, ergänzt der Landrat. Das Flugfeldklinikum als Zentralversorger werde mit den Krankenhäusern Herrenberg und Leonberg als Basisversorger abgestimmt für eine moderne Krankenversorgung auf hohem Niveau. „Wer anfängt, die mit dem Sozialministerium abgestimmte Medizinkonzeption, die der Kreistag bereits 2014 mit großer Mehrheit beschlossen hat, in Frage zu stellen, gefährdet unser Ziel, die Kliniken auch in den kommenden Jahrzehnten in kommunaler Trägerschaft zu behalten“, mahnt der Landrat.

„Mindestmengen und Qualitätsvorgaben und zukünftig vorgeschriebene Mindestbesetzungen in der Pflege in Zeiten eines extremen Fachkräftemangels stellen uns vor große Herausforderungen“, betont Dr. Jörg Noetzel, medizinischer Geschäftsführer des Klinikverbundes Südwest. „Andere Kliniken versuchen noch ihre Rettung in einem Verbund zu suchen. Wir sind diesen Schritt schon vor 12 Jahren gegangen.“ Das sei eine Stärke, auf die man nun bauen könne. Entscheidend sei, dass die Kliniken mit ihrem Gesamtangebot an medizinischer und pflegerischer Leistung nicht konkurrieren, sondern harmonieren. „Das klappt jetzt schon gut und wird durch die Medizinkonzeption nochmal deutlich verbessert werden.“

Dass innerhalb der verbundweiten Medizinkonzeption gerade für die kleineren Standorte Raum für Profilierungen bleibt, machte der Aufsichtsrat heute ebenfalls deutlich. So wurde die Geschäftsführung des Klinikverbundes darin bestärkt, einen neuen Schwerpunkt für chronisch-entzündliche Darmerkrankungen am Krankenhaus Leonberg zu etablieren. Die Leitung soll der  Viszeralchirurg Prof. Dr. Wolfgang Steurer übernehmen, der am 1. April seinen Dienst aufnimmt.

Auch die Umsetzung der baulichen Modernisierungsmaßnahmen für die Krankenhäuser Leonberg und Herrenberg ist auf einem guten Weg. Bis zum Sommer sollen die EU-weiten Vergabeverfahren für die Architekten und die Fachplaner für die technische Gebäudeausstattung abgeschlossen sein. In die umfassende Sanierung investiert der Landkreises Böblingen in den kommenden Jahren in Leonberg rund 59 Millionen Euro, in Herrenberg rund 28 Millionen Euro. Dazu komme der Neubau des neuen Zentrums für Psychiatrie (ZfP) für psychosomatische Erkrankungen in Leonberg, welcher seitens der ZfP-Gremien bereits beschlossen wurde. Der Aufsichtsrat steht auch der Idee eines ergänzenden Gesundheitscampus an den Standorten Herrenberg und Leonberg offen gegenüber und würde die Entwicklung von Konzepten dafür begrüßen und unterstützen.

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