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Aus dem Klinikverbund Südwest 

13.01.2017

Hochauflösende Einblicke

Krankenhaus Leonberg erhält eine neue DSA-Röntgenanlage zur bildgebenden Diagnostik - Landrat bekräftigt Bekes

Für die neue DSA-Anlage (Digitale Subtraktionsangiografie) wurden die Räumlichkeiten im Krankenhaus Leonberg in den vergangenen Monaten komplett saniert und modernisiert und u. a. mit neuem Fußboden, neuer Decke und neuer Lüftungs- und Klimatechnik ausgestattet. Zusätzlich wurde noch ein neuer Vorbereitungsraum geschaffen, um den Behandlungs- und Patientenkomfort zu verbessern. Alles in allem beläuft sich die Gesamtinvestition in die Maßnahme auf rund eine Millionen Euro, die der Klinikverbund Südwest mit finanzieller Unterstützung des Trägers Landkreis Böblingen schultert. Landrat Roland Bernhard überzeugte sich als Aufsichtsratsvorsitzender des Verbundes selbst vor Ort von den Möglichkeiten der neuen Anlage: „Die Investition ist ein weiterer Meilenstein für das Leonberger Haus und eine deutliche Verbesserung des wohnortnahen, medizinischen Leistungsangebotes in der Region. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir mit der Medizinkonzeption und den darin vorgesehenen standortübergreifenden Strukturen alle Krankenhausstandorte im Landkreis für die Zukunft erhalten werden. Dies ist auch so mit dem Ministerium für Soziales und Integration abgestimmt. Gerade hier in Leonberg sieht man: Es handelt sich nicht um irgendwelche Wald- und Wiesenkliniken, sondern um leistungsfähige Versorger im Ballungsraum. Sowohl Herrenberg als auch Leonberg sind wichtige Bestandteile in der Medizinkonzeption, weshalb wir in die Standorte in den kommenden Jahren rund 84 Millionen Euro investieren wollen und diese damit über viele Jahre hinaus sichern. Für die Unterstützung des Landes dabei bin ich sehr dankbar. Mit den standortübergreifenden Fachzentren sichern wir eine effiziente Versorgung ohne unnötige Doppelstrukturen.“ Von der Idee, jährlich Krankenhausstandorte auf den Prüfstand zu stellen, hält der Landrat nichts. Es brauche keine vermeintlich klugen Ratschläge, sondern den Willen aller beteiligten Akteure, eine zukunftsweisende Versorgungsstruktur langfristig und nachhaltig zu sichern. Mit dem Medizinkonzept schaffe der Kreis Planbarkeit in der Krankenhausversorgung.

Seit Wilhelm Conrad Röntgen 1895 die Röntgenstrahlen entdeckte und so Medizinern nach und nach der Blick ins Körperinnere ermöglicht wurde, ist die bildgebende Diagnostik nicht mehr aus Kliniken wegzudenken. Brauchte ein Röntgenbild früher noch eine halbe Stunde Bearbeitungszeit, zeigen heute zum Teil Livebilder während eines Eingriffes in hervorragender Qualität in digitaler Form auf dem PC, was sich unter der Haut verbirgt. Gerade bei der Darstellung besonders feiner Strukturen, wie der Blutgefäße (Angiografie), sind für Diagnostik und Therapie hochauflösende Bildgebungsverfahren von großer Bedeutung. Ob eine Computertomografie (CT), die Magnetresonanztomografie (MRT) oder aber im Rahmen einer minimalinvasiven Behandlung die röntgenstrahlenbasierte Digitale Subtraktionsangiografie (DSA) zum Einsatz kommen, entscheiden die Ärzte entsprechend der individuellen Situation bzw. Verfassung des Patienten.

Die neue DSA-Anlage der Firma Siemens ersetzt in Leonberg seit wenigen Wochen eine alte Angiographieanlage, die sichtbar in die Jahre gekommen war. „Die neue DSA-Anlage gibt dem radiologischen Team um Dr. Schneider die erforderliche Bildqualität nach dem neuesten Stand der Technik“, erläuterte Dr. Jörg Noetzel, medizinischer Geschäftsführer des Klinikverbundes Südwest, die Vorzüge der Neuanschaffung. „Zugleich ist die Strahlenbelastung der neuen Anlage für die Patienten und nicht zuletzt die Behandler, sprich unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ungleich geringer.“ „Der Ersatz war dringend notwendig und angesichts der Sprünge, die die Medizintechnik Jahr für Jahr macht, kann man sich unschwer die Verbesserung allein in der Bildgebung vorstellen“, ergänzte Dr. Jens Schneider, Chefarzt des standortübergreifenden Fachzentrums für Radiologie Leonberg-Böblingen. Die Radiologie am Leonberger Krankenhaus ist Partner im zertifizierten Gefäßzentrum, so dass hier eine Vielzahl an Behandlungen wenn möglich minimalinvasiv durch die Radiologen erfolgen kann, z. B. bei der sogenannten „Schaufensterkrankheit“ (pAVK), bei Stenosen der Nierenarterien oder auch bei Verschlüssen der Eingeweidearterien. „Bei der minimalinvasiven Behandlung der „Schaufensterkrankheit“ wird unter örtlicher Betäubung über die Leistenarterie ein Katheter eingeführt. Über diesen Zugang können Engstellen und Verschlüsse behandelt werden“, sagt Dr. Schneider. „Zum Beispiel durch Aufdehnung (Ballondilatation) oder aber auch durch Einsetzen eines sogenannten Stents, einem kleinen Metallröhrchen.“ Ein Vorteil der vielseitigen Methoden der interventionellen Radiologie für den Patienten ist, dass keine große Operation erforderlich ist. Der Behandlungserfolg tritt oft rasch ein. Meistens ist damit eine schnellere Genesung verknüpft und folglich eine deutlich verkürzte Aufenthaltsdauer im Krankenhaus.

„Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Abteilungen Gefäßchirurgie und Radiologie funktioniert äußerst erfolgreich. Die zunehmend komplexeren Eingriffe benötigen aber eine gute Bildsteuerung und angesichts einer älter werdenden Bevölkerung sehen wir immer mehr Patienten mit diesen Erkrankungen und gerade die Zahl der angiographischen Eingriffe zur Behandlung von Durchblutungsstörungen haben in den vergangenen Jahren drastisch zugenommen“, so Dr. Schneider. „Wir sind daher dankbar, dass sich der Landkreis als Träger des Krankenhauses für den Ersatz der Angiographieanlage eingesetzt hat.“ Dr. Schneider ist ein von der deutschen Röntgengesellschaft  und europäisch  zertifizierter interventioneller Radiologe (DeGIR Stufe 2 / EBIR). Seit er das Fachzentrum Radiologie im Krankenhaus Leonberg als Chefarzt leitet hat sich das Behandlungsspektrum massiv erweitert. So werden in Leonberg mittlerweile auch Lebertumoren radiologisch behandelt (TACE, sprich transarterielle Chemoembolisation) oder komplexe Gallengangseingriffe im Angioraum durchgeführt. Auch diese Eingriffe können mit der neuen Anlage sicherer durchgeführt werden. Welche Behandlungsmethode letztendlich zum Einsatz kommt, wird interdisziplinär in Fallkonferenzen besprochen. Hiervon profitieren auch die Patienten der Gastroenterologie und Allgemeinchirurgie.

Parallel gehen in Leonberg die Modernisierungsmaßnahmen der neuen Intensivstation in die Endphase. Diese wird nach derzeitigem Stand am 13. März offiziell in Betrieb genommen. Seit Herbst 2015 baut der Klinikverbund Südwest dort ebenfalls mit Unterstützung durch Land und Träger eine komplett neue Intensiveinheit für rund 4,5 Millionen Euro. Vor der Inbetriebnahme ist für Samstag, den 11. März, ein Tag der offenen Tür am Krankenhaus Leonberg in Planung, im Rahmen dessen der Klinikverbund Südwest allen Interessierten die seltene Möglichkeit gibt eine moderne Intensivstation von innen zu besichtigen. Intensivmediziner und Pflegekräfte erläutern dabei den Besuchern die Leistungsfähigkeit und Funktionsweise der neuen, technischen Ausstattung. Und auch die neue DSA-Anlage wird in dem Zuge zu besichtigen sein.

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