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17.02.2012

Konzept zur Bekämpfung des Krankenhauskeims ausgezeichnet

Die Fachabteilung für Hygiene und Infektionsprävention erhielt für ihr Konzept zur Bekämpfung von MRSA den Qualitätspreis des QuMiK-Verbundes.

Bereits 2001 schlossen sich kommunale Klinikträger zu einem Verbund zusammen, um durch Kooperation und Transparenz untereinander die Qualität und Effizienz der Patientenversorgung in der Region zu optimieren. Dieser Verbund, QuMiK genannt, besteht aus dreizehn Trägergesellschaften mit Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen mit 58 Kliniken, rund 33.000 Mitarbeitern und 13.000 Betten, darunter auch der Klinikverbund Südwest mit seinen Häusern in Sindelfingen, Böblingen, Calw, Nagold, Leonberg und Herrenberg. Die Abkürzung „QuMiK“ steht dabei für Qualität und Management im Krankenhaus.

Anlässlich seiner zehnjährigen Jubiläumsfeier verlieh der QuMiK-Verbund nun erstmals den Qualitätspreis, um Konzepte, die nachweislich die qualitative hochwertige Versorgung von Patienten sicherstellen, zu fördern. Für sein MRSA-Management erhielt der Klinikverbund Südwest die Auszeichnung. Mit dem zweiten Preis bedacht wurden gemeinsam die Rems-Murr-Kliniken und das Schwarzwald-Baar-Klinikum Villingen-Schwenningen für ein Simulationstraining zum Umgang mit Schwerverletzten. Mit dem dritten Preis ausgezeichnet wurde das Palliativnetzwerk der Kreiskliniken Esslingen.

Mit der Wahl des MRSA-Management des Klinikverbundes Südwest auf den ersten Platz würdigte die Jury die nachhaltig erfolgreiche Arbeit der Hygieneverantwortlichen im Kampf gegen MRSA (Multi Resistente Staphylococcus Aureus). Diese Bakterien stellen ein großes Problem dar, da die Erreger weitgehend resistent gegen Antibiotika sind, sie vermehren sich ungehemmt weiter. Überträger kann dabei jeder sein, krank muss man sich dabei nicht unbedingt fühlen. Für Schwerkranke jedoch bedeutet eine Infektion mit MRSA große Probleme und bundesweit sterben deshalb jährlich bis zu 40.000 Menschen an diesem Keim. Grundsätzlich wird in einer Klinik zwischen den mitgebrachten und den im Krankenhaus erworbenen MRSA-Fälle unterschieden. Mitgebrachte MRSA-Fälle sind diejenigen, welche bereits zum Zeitpunkt der Aufnahme bekannt oder in den ersten 48 Stunden des Klinikaufenthaltes diagnostiziert werden.
Um zu vermeiden, dass Patienten sich im Krankenhaus anstecken und um eine MRSA-Infektion frühzeitig zu entdecken, geht man im Klinikverbund Südwest nach einem strengen Konzept vor: Bei der Aufnahme eines Patienten fragen Mitarbeiter der Pflege anhand einer Checkliste wichtige Punkte ab, mittels derer die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Patient MRSA-Überträger ist, ermittelt werden kann. Anhand des Ergebnisses wird entschieden, ob der Patient auf MRSA getestet, also gescreent wird. Stellt sich heraus, dass der Patient Erreger in sich trägt, wird er isoliert. Dies erscheint eine harte Vorgehensweise, ist aber die einzige Möglichkeit, den Erreger wirksam zu bekämpfen. Auch die Krankenhauskeim-spezifischen Hygienerichtlinien, vom Robert-Koch-Institut entwickelt, werden beim Klinikverbund besonders streng befolgt, weshalb dort deutlich weniger im Krankenhaus erworbene Fälle auszuweisen sind als üblich. Auch ist das Risiko einer Infektion für Patienten im Klinikverbund Südwest deutlich geringer als in vergleichbaren anderen Häusern. Dr. Thilo Rünz, Chefarzt der Fachabteilung für Hygiene und Infektionsprävention, verweist auf seine Mitarbeiter und die Pflegekräfte des Klinikverbundes: „Das Lob gilt ihnen. Sie haben das theoretische Konzept umgesetzt, haben mit Akkuratesse und Kompetenz dieses Konzept gelebt.“
Es ist naheliegend, dass andere vom Hygienekonzept des Klinikverbundes lernen wollen. So stellt Dr. Rünz das Konzept in ganz Deutschland vor und nun in den nächsten Tagen sogar vor der Europäische Gesellschaft für klinische Mikrobiologie und Infektionskrankheiten ECCMID, einer gemeinnützigen Organisation, deren Aufgabe es ist, die Diagnose, Behandlung und Prävention von Infektionen im Zusammenhang mit Krankheiten zu verbessern.