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19.04.2017 Herrenberg

Bewegungsbad bleibt geschlossen

Sanierungskosten lägen bei weit über einer halben Millionen Euro. / Einigen Nutzergruppen konnten mittlerweile Alternativen angeboten werden.

Die aktuellen Kostenkalkulationen für eine Generalsanierung des Bewegungsbades am Herrenberger Krankenhaus gehen derzeit von mindestens 500.000 Euro zuzüglich der Planungskosten aus. Das würde eine Renovierung der Räumlichkeiten, ein neues Edelstahlbecken sowie moderne Schwimmbadtechnik beinhalten; je nach Umfang der technischen Ausstattung könnten sich die Gesamtkosten bis auf 600.000 Euro summieren. Die Betriebskosten lagen zudem 2016 bei knapp 63.600 Euro, dem gegenüber standen Mieteinnahmen von rund 19.000 Euro jährlich. Diese Zahlen stellte der Klinikverbund Südwest jüngst im Aufsichtsratsgremium der Kreiskliniken Böblingen gGmbH vor.

Die baulich-technische Bestandsaufnahme machte deutlich, dass die ursprünglich als reines Patientenbewegungsbad konzipierte Anlage in die Jahre gekommen und dringend sanierungsbedürftig ist, bietet sie doch einen veralteten Technikmix aus mehreren Jahrzehnten: So ist die Verrohrung noch im Originalzustand aus dem Jahr 1982, Schwallwasser- und Filtertank sowie die Pumpen stammen aus den 90ern, einzig die Mess- und Dosiertechnik datiert aus dem Jahre 2012. Mangels ausreichend dimensionierter Filtertechnik schlug diese dementsprechend auch in immer kürzeren Zyklen in der Vergangenheit Alarm im Hinblick auf die Wasserqualität. Um die Schwimmbadnutzer, u. a. Mütter mit Babys, keinem gesundheitlichen Risiko auszusetzen, musste in den letzten Monaten immer häufiger wiederholt der Betrieb eingestellt werden um Filter, Rohre und Becken zu entkeimen; allein 2016 hatte das Schwimmbad somit letztlich über 30 Schließtage.

Aufgrund des sich parallel rapide verschlechternden baulichen Zustandes des Bades, wie z. B. die scharfkantige, abplatzende Beckenvertäfelung, sah sich der Klinikverbund Südwest, der als Betreiber für die Sicherheit der Badegäste in der Verantwortung steht, gezwungen, das Bewegungsbad im März diesen Jahres still zu legen. Ein regelhafter Patientenbetrieb, wie ursprünglich im Bau- und Nutzungskonzept aus den 80er Jahren vorgesehen, fand bereits seit 2010 nicht mehr statt u. a.  da die Kostenträger (Krankenkassen) schon lange kaum bzw. keine Bädertherapie mehr bezuschussten. Demgegenüber stand mittlerweile eine mehrheitliche Fremdnutzung durch private, zum Teil kommerzielle Mieter, u. a. Babyschwimmen, Rheumaliga oder auch VHS-Kurse, von wöchentlich 46 Stunden an sieben Tagen der Woche.

Nach intensiver Suche und dank der Unterstützung der Stadtwerke Herrenberg respektive der Stadt Herrenberg sowie dem Landkreis Böblingen konnten Stand heute zumindest einem Teil der bisherigen Nutzergruppen alternative Ausweichmöglichkeiten angeboten werden. So ist die Rheumaliga derzeit mit allen Wasserkursen im Bad des Erholungsheims in Herrenberg-Gültstein aktiv, die Morbus-Bechterew-Gruppe kann ebenso wie die Aqua-Fun-Gruppe ins Hallenbad Herrenberg übersiedeln und die VHS Herrenberg weicht zumindest mit einem Teil ihrer Kurse auf die  Friedrich-Fröbel-Schule Herrenberg aus. Lediglich für die Schwimmschule Baby VIP aus Sindelfingen konnte noch kein adäquater Ausweichort gefunden werden. Eine zeitnahe Rückkehr ans Krankenhaus Herrenberg steht aber außen vor. Da der Gesamtzustand der Einrichtung das Einhalten der aktuell gültigen Hygiene- und Sicherheitsrichtlinien für den öffentlichen Bäderbetrieb nicht zu lässt, bleibt das Bad bis auf weiteres geschlossen. Zuletzt wurde im Jahr 2015 aus den gleichen Gründen auch das Bewegungsbad am Standort Sindelfingen still gelegt, an allen anderen Standorten des Klinikverbundes Südwest gibt es keine Bewegungsbäder in Betrieb. Mittelfristig wird das Thema einer möglichen Generalsanierung des Herrenberger Bewegungsbades im Gesamtkontext der zukünftigen, gesamten baulichen Investitions- und Zielplanung des Krankenhauses Herrenberg voraussichtlich im Sommer nochmals auf der Agenda des Aufsichtsrates stehen. Als Instandsetzungsmaßnahme in einem überwiegend nicht-medizinischen Bereich ist hierfür eine gesonderte Förderung seitens des Landes nicht zu erwarten.