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27.09.2017

Patienten sprechen über künstlichen Gelenkersatz

Am Mittwoch, den 4. Oktober berichten Patienten mit künstlichem Hüftgelenk, künstlichem Kniegelenk sowie künstlichem Sprunggelenk über ihre persönlichen Erfahrungen.

Der kostenlose, gemeinsam mit der Rheuma Liga Calw organisierte Infoabend findet im Kurhaus in Bad Liebenzell statt.

Es ist eine Frage der Schmerzen: Durch Abnutzung, falsche Belastung oder eine Verletzung verschleißt der Knorpel, bis Knochen auf Knochen reibt. Diese degenerative Gelenkerkrankung wird Arthrose genannt und zunächst konservativ mit Krankengymnastik oder Medikamenten behandelt. Wenn diese keine Erfolge mehr zeigt, nehmen die Schmerzen zu, die Gelenke schmerzen dann sogar im Ruhezustand. Der Betroffene bewegt sich immer weniger und leidet zusätzlich unter einem immer kleineren Aktionsradius. Wann das Maß voll ist und die Schmerzen unerträglich werden, entscheidet der Patient. Ca. 400.000 Endoprothesen, also künstliche Gelenke, werden deutschlandweit jährlich eingesetzt.

Doch die Entscheidung fällt vielen nicht leicht: was bedeutet die Operation tatsächlich, mit welchen Konsequenzen ist zu rechnen, wie lange braucht der Körper, um sich wieder ganz zu erholen und was würden Patienten, die bereits einen künstlichen Gelenkersatz haben, heute anders entscheiden als vorher?

Um Betroffenen die Möglichkeit zu geben, sich ein Urteil aufgrund von Erfahrungen und Berichten aus erster Hand zu bilden, hat Prof. Dr. Martin Handel, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie an den Kliniken Calw drei Patienten gebeten, anderen Leidensgefährten Rede und Antwort zu stehen. Am Mittwoch, den 4. Oktober von 18 bis 21 Uhr findet eine Podiumsdiskussion zum Thema „Künstlicher Gelenkersatz“ statt, flankiert von zwei kurzen Vorträgen, die aus medizinischer Sicht die Thematik beleuchten sollen: Dr. Jens Döffert, Chefarzt der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin in Calw spricht über „Narkose und Rheuma – Auswirkungen und Alternativverfahren zur Vollnarkose“, während Prof. Dr. Handel das Thema „schonende Operationstechniken bei künstlichen Hüft- und Kniegelenken“ aufgreift.

Der Schwerpunkt des Abends liegt jedoch in der Podiumsdiskussion. Drei betroffene Patienten werden vorgestellt und berichten über den Verlauf ihrer Behandlung, den Genesungsprozess sowie über ihr Leben vor und nach Implantation einer Endoprothese. Jeweils im Anschluss an die Vorstellung werden Fragen der Zuhörer beantwortet. Auch individuelle Fragen der Zuhörer werden durch die beiden Chefärzte beantwortet.

Der kostenfreie Patienteninfoabend findet im Kurhaus Bad Liebenzell, Kurhausdamm 6, 75378 Bad Liebenzell, statt.