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07.11.2017

Lila tragen!

Die Kliniken Böblingen beteiligen sich am 4. Welt-Pankreaskrebstag! Der Leiter des zertifizierten Pankreaskarzinomzentrums, Chefarzt Prof. Dr. Stefan Benz, informiert umfassend über die Krankheit.

Die Welt erstrahlt in Lila:  Am 4. Welt-Pankreastag am 16. November lassen Kliniken und Selbsthilfegruppen Wahrzeichen und Straßenzeilen in Lila erleuchten, um auf eine der heimtückischsten Krankheiten überhaupt aufmerksam zu machen: den Bauchspeicheldrüsenkrebs. Medizinisch: Pankreaskarzinom. Die Diagnose gleicht leider nach wie vor viel zu oft einem Todesurteil, denn die Erkrankung weist noch immer eine der geringsten Überlebensraten aller Krebserkrankungen auf. Ein Thema also, das zum Verdrängen einlädt, aber mit jährlich 16.500 Neuerkrankten allein in Deutschland gerade das Hinschauen so dringend braucht. Der jährliche weltweite Pankreaskarzinomkrebstag hat daher zum Ziel, den Bauchspeicheldrüsenkrebs in den Fokus zu rücken: Mit verschiedenen Aktionen engagieren sich Kliniken und Selbsthilfegruppen in 28 Ländern – darunter Argentinien, Australien, Brasilien, Japan, Kanada, Kenia, USA und viele andere mehr – dafür, die Probleme der Patienten und Angehörigen ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu bringen. Auch Böblingen nimmt an der Aktion teil: Am 16 November erstrahlt ab 18 Uhr die gesamte Bahnhofsstraße in Lila!

„Um effizient helfen zu können, bedarf es eines großen Netzwerkes“, erläutert Prof. Dr. Stefan Rolf Benz, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Kinderchirurgie in Böblingen und Leiter des zertifizierten Pankreaskarzinomzentrums. „Es geht darum, die Lebenszeit mit gezielten Therapien zu verlängern, Lebensqualität zurückzugewinnen und mit psychischer Stabilität die Herausforderungen dieser lebensbedrohenden Krankheit anzupacken.“ Als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Darmkrebszentren, Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren und Mitglied der Zertifizierungskommission für Darmkrebs- und Bauchspeicheldrüsenkrebszentren weiß er um das Schattendasein, welches die Krankheit im Bewusstsein der Menschen, aber leider auch im Körper führt. „Mehr als 80 Prozent der Patienten erhalten die Diagnose erst dann, wenn sich der Tumor bereits in dem Organ ausgebreitet oder sogar schon Metastasen gebildet hat. Aufgrund der sehr unspezifischen Beschwerden wie Appetitmangel, Schwäche, Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall wird die Erkrankung meist eher zufällig entdeckt.“ Umso größerer Bedeutung kommt im Wettlauf gegen die Zeit der adäquaten Behandlung in mittlerweile hochspezialisierten Zentren zu. Das Motto des weltweiten Pankreaskarzinomtages 2017 lautet „Erkennen, behandeln, forschen“. Prof. Benz hofft auf das öffentliche Interesse. „Es bedarf noch viel Grundlagenforschung zu Diagnose- und Therapiemöglichkeiten, um die Chancen auf Heilung bei den Betroffenen zu erhöhen.“
Ein erhöhtes Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs haben Studien zufolge Menschen, in deren Familie die Erkrankung bereits vorkam, aber auch Raucher und Übergewichtige. Abgesehen davon bleiben die Ursachen der Erkrankung bisher weitgehend im Dunkeln. Im Gegensatz zum Darmkrebs, bei dem die Neuerkrankungen nicht zuletzt dank zahlreicher Aufklärungskampagnen der Kliniken und Krankenkassen abnehmen, steigt die Anzahl der an Bauchspeicheldrüsenkrebs Erkrankten Jahr für Jahr an. Alleine die Kliniken Böblingen zählte im ersten Jahr nach der Zertifizierung des Pankreaskarzinomzentrums rund 50 Erstkontakte mit Betroffenen.

In enger Zusammenarbeit mit TEB e. V. (Tumore und Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse) Selbsthilfegruppe in Stuttgart lädt Prof. Dr. Benz am 16. November zum 4. Welt-Pankreaskrebstag ein. Nach einem umfangreichen Informationstag in der Musikhalle Ludwigsburg informiert er ab 18 Uhr in den Kliniken Böblingen, Vortragsraum Pontoise, gemeinsam mit Dr. Axel Ohmenhäuser, Oberarzt der Medizinischen Klinik IV – Gastroenterologie/Onkologie über die heimtückische Krankheit, was man über Bauchspeicheldrüsenkrebs wissen und was getan werden muss.

Wer will, kann an diesem Tag sich solidarisch zeigen und Lila tragen: Wer will, kann ein Foto machen und auf Hashtag #WPCD teilen. Mehr Informationen unter www.teb-selbsthilfe.de oder www.welt-pankreastag.de.