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Informationen rund um die Geburt 

Eine Geburt ist etwas sehr individuelles und so kann niemand voraussagen wie lange sie dauern wird. Es gibt deshalb auch keinen festen, genau festzulegenden Zeitpunkt wann Sie in die Klinik fahren sollten.

Spätestens bei folgenden Anzeichen sollten Sie aber die Entbindungsabteilung aufsuchen:

• bei Blasensprung, d.h. Abgang von Fruchtwasser im Schwall oder tröpfchenweise. Wenn das Köpfchen bei der letzten Untersuchung noch nicht fest im Becken war, sollten Sie sich sofort hinlegen und mit dem Krankentransport liegend in die Klinik kommen

• bei Blutungen

• bei regelmäßiger Wehentätigkeit alle 5-10 Minuten, wenn Sie die Wehen verarbeiten müssen

Kommen Sie immer wenn Sie ein ungutes Gefühl haben!

Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett stellen eine besondere Phase im Leben jeder Frau dar. Wir helfen Ihnen, diesen für Sie und Ihr Kind wesentlichen Lebensabschnitt selbstbestimmt zu gestalten.

Wir betrachten eine Geburt nicht als Krankheit, sondern als ein natürliches Ereignis. Durch eine ruhige und intime Atmosphäre sowie eine intensive und einfühlsame Betreuung unter der Geburt wollen wir sie dabei unterstützen. So individuell wie jeder Geburtsverlauf und das Empfinden jeder Schwangeren ist, so individuell muss in unseren Augen auch die Betreuung von Frauen und Paaren unter der Geburt sein. Ihr Lebenspartner und/oder eine andere vertraute Person sind dabei ausdrücklich erwünscht.

Während der Geburt ist die Hebamme Ihre wichtigste Bezugsperson. Ihr Ziel ist es, Ihnen und Ihrem Partner Mut zu machen und Ängste zu nehmen. Dabei stehen Sie und Ihre Bedürfnisse im Mittelpunkt. Die Hebamme hilft Ihnen, den für Sie richtigen Rhythmus zwischen Ruhe, Entspannung (zum Beispiel in unserem Entspannungsbad) und Bewegung zu finden.

Abwechselnd gehen, stehen und sitzen beschleunigt die Geburt und macht die Eröffnungswehen weniger schmerzhaft. Wie Sie Ihr Kind auf die Welt bringen wollen, bestimmen Sie mit. Wählen Sie die Ihnen angenehmste Gebärposition:
Individuelle Betreuung ist uns sehr wichtig und so verzichten wir z.B. auf prophylaktische Dammschnitte. Die Geburtsmedizin mit all ihren technischen Möglichkeiten bleibt bei uns verborgen im Hintergrund, ist aber jederzeit verfügbar.

Schmerzlinderung

Mit homöopathischen Mitteln, Akupunktur, Aromatherapie, Bewegung, warmen Bädern und Massagen erleichtern wir Ihnen die Entbindung. Bietet dies alles keine ausreichende Hilfe, so setzen wir auf Wunsch Schmerzmittel oder die rückenmarksnahe Betäubung PDA ein.

Über dieses Anästhesieverfahren können Sie sich vorab in dem Vortrag „Periduralanästhesie“ informieren. Dr. Schürmann steht Ihnen für Fragen gern zur Verfügung.

Der Kaiserschnitt

Leider ist nicht jede Geburt auf normalem Wege möglich. Falls ein Kaiserschnitt notwendig wird, stehen sofort unser Operationssaal und das Ärzteteam für Sie bereit.
Der Kaiserschnitt kann – bei völliger Schmerzfreiheit - in Anwesenheit Ihres Partners bei wachem Zustand erlebt werden. So haben Sie die Möglichkeit, den ersten Schrei Ihres Kindes wahrzunehmen und können ihr  Kind schon im Operationssaal in den Armen halten.
Unsere Kaiserschnittrate liegt deutlich unter dem Landesdurchschnitt bei 25%.

Das Zusatzangebot "Hebammenkreißsaal"

Mit dem Hebammenkreißsaal gibt es seit Oktober 2009 ein ganz besonderes Zusatzangebot in unserem Krankenhaus. Seit Anfang der 70er Jahre im europäischen Ausland bereits etabliert, gibt es nun auch in Deutschland 13 Hebammenkreißsäle. Ein Hebammenkreißsaal ist kein besonderer Raum sondern ein ganz spezielles Betreuungskonzept. Bitte lesen Sie dazu unseren Flyer Zusatzangebot Hebammenkreißsaal (pdf-Flyer)

Aufnahmeraum: Hier werden erste Untersuchungen durchgeführt.

Werfen Sie einen Blick in unseren Kreißsaal

Zu unserem neu gestalteten Kreißsaalbereich gehören ein Raum für Vorgespräche, ein Aufnahmeraum, drei Entbindungsräume (alle mit Hilfsmitteln wie Gebärhocker, Matten, Pezzibällen und Seilen ausgestattet), sowie ein Badezimmer mit großer Gebärwannen und ein Ruheraum mit Doppelbett.

Unsere Entbindungsräume

Unsere drei Entbindungsräume

Ruheraum

Unsere Entbindungsräume verbinden eine angenehme Atmosphäre mit modernster Technik.

Außerdem sorgt ein Ruheraum für eine vertraute und ruhige Atmosphäre.

Wassergeburt

Die schmerzlindernden und entspannenden Wirkungen eines Bades können in der Geburtshilfe gut genutzt werden. Bei uns besteht auch die Möglichkeit, Ihr Kind im Wasser zur Welt zu bringen. In einer groß angelegten Studie mit über 1000 Wassergeburten konnte nachgewiesen werden, dass Schmerzmittelverbrauch, Blutverlust und die Dammschnittrate im Wasser deutlich niedriger waren als bei vergleichbaren "Landgeburten". Auch die Geburtsdauer erwies sich als kürzer.

Ein Operationssaal für Kaiserschnitte steht zur schnellen und ständigen Verfügung.
Selbstverständlich ist unser Kreißsaal rund um die Uhr besetzt!

Bonding

Bonding nach sanftem Kaiserschnitt

„Die Bindung einer Mutter zu ihrem Kind ist die stärkste Verbindung zwischen Menschen. Um dieses Bonding zu fördern, muss es längere Zeiträume von Kontakt zwischen Mutter, Vater und Baby geben.“
(Dr. Thomas R. Verny, Deutsche Hebammen Zeitung 2/2004)

Sofort nach der Geburt legen wir das Baby auf die Brust der Mutter, damit es sich in warme Tücher gehüllt von den Strapazen der Geburt in Ruhe erholen kann. Mindestens eine Stunde oder bis zum ersten Stillen soll das Baby dort nackt liegen. Während dieser ersten Stunde wird die junge Familie von uns nicht gestört. Das Wiegen und Messen wird in die zweite Lebensstunde verschoben. Die Hebamme bleibt in der Nähe und gibt ggf. liebevolle Unterstützung. Geprägt von starken Empfindungen werden die meisten Eltern diese Stunde ihr Leben lang nicht mehr vergessen.

Zudem hat Bonding noch viele weitere positive Effekte. Unter anderem:
- das Baby wird sich schneller an seine neue Umgebung anpassen
- Blutzucker und Körpertemperatur stabilisieren sich schneller
- Die Hormonproduktion für das Stillen wird schneller angeregt
- Bonding fördert das Urvertrauen

Auch bei einem Kaiserschnitt werden Mutter und Kind nicht getrennt. Ein spezieller Bondinggurt ermöglicht den intensiven Hautkontakt zwischen Mutter und Kind schon während der Operation.#

Wir legen großen Wert auf das Bonding!
Sollte es aber aus medizinischen Gründen nicht möglich sein, diesen frühen intensiven Kontakt aufrecht zu erhalten, kann das Bonding auch auf der Wochenstation oder später zu Hause nachgeholt werden.

Das Bonding nach der Geburt, das erste Anlegen im Kreißsaal und vieles mehr gehört zum Gesamtkonzept „Babfreundliches Krankenhaus“. Lesen Sie dazu mehr unter „Informationen rund um das Wochenbett“.

Was Sie nicht vergessen sollten – Tipps zum Koffer packen

Einige Zeit vor dem geplanten Geburtstermin ist es empfehlenswert, einen kleinen Koffer mit den wichtigsten Dingen zusammenzupacken.

Folgendes sollten Sie zu Ihrem stationären Krankenhausaufenthalt mitbringen:
Papiere / Dokumente:
• Personalausweis der werdenden Mutter
• Mutterpass
• Einweisungsschein des betreuenden Gynäkologen
• Familienstammbuch

Sonstiges:
• bequeme Kleidung für die Geburt und ihren stationären Aufenthalt
• Morgen- oder Bademantel
• Hausschuhe
• dicke Socken / Strümpfe
• 2-3 Stillbüstenhalter, die Körbchengröße sollte 2 Größen über der gewohnten liegen
• Handtücher
• …und alles was Sie gerne zur Körperpflege benutzen

Hygienebinden und Stilleinlagen werden von der Klinik gestellt. Denken Sie aber daran, dass Sie später einen kleinen Vorrat zu Hause benötigen.

Die ambulante Geburt

Im Regelfall bleiben junge Mütter mit Ihren Neugeborenen 3 bis 4 Tage auf der Wochenstation. Bei der ambulanten Geburt können Sie wenige Stunden nach der Entbindung mit Ihrem Kind nach Hause gehen.

Bei dieser sehr frühen Entlassung sollten Sie rechtzeitig vor der Geburt für die Zeit des Wochenbetts tägliche Besuche mit der Hebamme absprechen und mit dem Kinderarzt die erforderlichen Untersuchungen und die nötige Betreuung vereinbaren.

Aber auch die häusliche Versorgung ist sehr wichtig vorab zu organisieren, denn schließlich sollen Sie sich in den ersten Tagen ganz Ihrem Kind widmen können.