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Lokal- und Regionalanästhesie 

Im Gegensatz zur Vollnarkose erstrecken sich bei einer Lokal- oder Regionalanästhesie Betäubung und Schmerzfreiheit auf eine begrenzte Körperregion. Gezielt und isoliert können ein Finger, Arm, Bein oder die untere Körperhälfte betäubt werden. Das Bewusstsein des Patienten bleibt bei diesen Verfahren erhalten. Während Lokalanästhesien oft vom Operateur selbst durchgeführt werden (z.B. bei Wundversorgung am Finger) sind für größere Eingriffe spezielle Verfahren der Regionalanästhesie durch den Anästhesisten erforderlich. Dabei werden gezielt Betäubungs- und Schmerzmittel in die Nähe der Nervenbahnen gespritzt, die die zu operierende Region versorgen.

Wir führen folgende Regionalanästhesie-Verfahren durch:

Die intravenöse Regionalanästhesie ist ein einfaches, aber effektives Verfahren für kurze Eingriffe an Hand, Unterarm und Ellenbogen (wie z.B. Metallentfernungen nach Knochenbrüchen), bei dem ein Lokalanästhetikum in die Armvenen injiziert wird.
Bei rückenmarksnahen Betäubungsverfahren wird das Betäubungsmittel (Lokalanästhetikum) in die Nähe des Rückenmarkes und den aus ihm entspringenden Nervenbahnen gespritzt, um die untere Körperhälfte bis etwa in Brusthöhe zu betäuben. Damit sind Operationen an Fuß, Bein, Hüfte oder Leiste sowie Kaiserschnitte möglich.

Aber keine Angst! Häufig fürchten Patienten zu Unrecht schwere Nervenschäden oder Lähmungen. Bei sachgerechter Durchführung sind solche Komplikationen sehr selten. Auch die Durchführung der Betäubung ist praktisch schmerzfrei. In Einzelfällen kann die Betäubung nicht alle Abschnitte der gewünschten Körperpartien erreichen, so dass eine ergänzende Vollnarkose notwendig wird.

Bei der Spinalanästhesie wird das Lokalanästhetikum direkt in den Rückenmarkskanal mit seinem Nervenwasser (Liquor) gespritzt, bei der Periduralanästhesie an die Hülle, die Rückenmark mit seinem Nervenwasser umgibt. Deshalb tritt die Betäubung bei der Spinalanästhesie schneller (wenige Minuten), bei der Periduralanästhesie langsamer (10-20 Minuten) ein.


PDK

Bei der Periduralanästhesie führen wir bei Kaiserschnitten, zur Schmerzbehandlung in der Geburtshilfe sowie bei operierten Patienten mit Baucheingriffen einen dünnen Katheter ein, über den über längere Zeit je nach Bedarf immer wieder Lokalanästhetika und Schmerzmittel nachgegeben werden können. Solange der Periduralkatheter (PDK) liegt, werden diese Patienten von unseren Ärzten regelmäßig betreut. Mit Hilfe eines Periduralkatheters können Patienten früher mobilisiert werden, ihr Heilungsverlauf ist günstiger.


Plexusanästhesie

Für Eingriffe am Arm kann eine Plexusanästhesie durchgeführt werden. Dabei betäuben wir die Nervenbahnen, die vom Hals in den Arm ziehen. Um die Nervenbahnen aufzufinden führen wir eine dünne, Stromimpulse abgebende Nadel ein. Kommt man mit ihr in die Nähe eines Nerven "elektrisiert" es im Arm und man kann diesen Nerven dann gezielt betäuben.