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Was ist eine gute Krebsoperation? 

Was ist eine gute Krebsoperation?

Diese Frage mag viele überraschen, sie ist aber alles andere als einfach zu beantworten. Daher hierzu eine paar Hinweise:

Eine sichere Operation
Krebsoperationen sind in der Regel schwierige Operationen, die lebensbedrohlich sein können. Naturgemäß schwankt das Risiko je nach Art und Größe der Operation. Allerdings ist es inzwischen erwiesen, dass das Risiko an einer Krebsoperation zu versterben auch entscheidend von der Erfahrung bzw. von der Häufigkeit der Operation einer Klinik abhängt. Die Sicherheit ist ganz klar die Grundlage für eine Krebsoperation, aber für eine wirklich gute Operation sind weitere Faktore ganz entscheidend.

Eine Operation, die den Krebs mit größter Sicherheit bekämpft
Kein Chirurg kann einem betroffenen Patienten die Garantie geben, dass er nach einer Krebsoperation für immer geheilt ist. Dahingegen kann er das Risiko, dass der Tumor wieder auftritt, in vielen Fällen entscheidend beeinflussen. Dafür muss er den Tumor mit ausreichendem Sicherheitsabstand entfernen ohne ihn zu verletzen. Zusätzlich müssen die Lymphknoten der Umgebung des Tumors penibel mit dem Tumor mitentfernt werden. Die Operation kann aber dadurch oft wesentlich zeitaufwendiger und komplizierter werden und erfordert dann entsprechend mehr Erfahrung. Der Effekt einer solchen akkuraten Tumorchirurgie ist allerdings oft nicht sofort sichtbar und beeinflusst die Heilungsraten manchmal erst nach 10 oder mehr Jahren. Drastische Unterschiede gibt es aber beispielsweise beim Enddarmkrebs, wo das Risiko, einen - häufig dann unheilbaren - Rückfall zu erleiden zwischen 3 und 50% in Abhängigkeit vom Operateur schwankt.

Eine Operation, die das Krebsstadium genau bestimmt
Die Entscheidung, ob ein Patient nach einer Krebsoperation mit einer Chemo- oder Strahlentherapie behandelt werden muss, hängt in vielen Fällen von der Ausbreitung des Tumors in den Lymphknoten ab. Um aber einen Befall der Lymphknoten nachzuweisen, müssen diese bei der Operation auch in ausreichender Anzahl mitentfernt worden sein. Auch hier gilt für Zeitaufwand und Schwierigkeitsgrad der Operation das oben gesagte.

Eine Operation, die keine oder wenige körperliche Einschränkungen hinterlässt
Krebsoperationen können gravierende Auswirkungen auf die normalen Körperfunktionen haben wie zum Beispiel die Anlage eines endgültigen künstlichen Darmausgangs. Bei der Entscheidung, ob eine solche gravierende Maßnahme notwendig ist oder nicht, gibt es aber einen Graubereich, der von der Erfahrung und Kompetenz des Operateurs und der Ausstattung der Klinik abhängig ist.

Fazit
Bei einer guten Krebsoperation wird der Tumor mit maximaler Sicherheit entfernt, auch wenn dies eine längere Operationszeit erfordert und die Operation dadurch schwieriger wird. Trotz dieser schwierigeren Situation darf das Risiko, die Operation nicht zu überleben, nicht ansteigen und wichtige Köperfunktionen dürfen nicht geopfert werden, wenn dies nicht zwingend notwendig ist. Daher ist verständlich, dass die Ergebnisse von Krebsoperationen entscheidend von der Erfahrung und Kompetenz des Chirurgen und der Klinik abhängen. Dies sind letztlich auch die Gründe, weshalb wir uns für eine Schwerpunktbildung mit Gründung des Bauchzentrums entschieden haben.