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Diagnose und Therapieverfahren der Kardiologie 

Nichtinvasive Verfahren

  • EKG und Belastungs-EKG
  • Transthorakale und Transösophageale Echokardiographie
  • Stressechokardiographie (fahrradergometrisch und pharmakologisch)
  • Medikamentöse/elektrische Kardioversion

Invasive Verfahren

Herzkatheteruntersuchung

Die Herzkatheteruntersuchung ist ein Standardverfahren zur Darstellung der Herzkranzgefäße mittels Kontrastmittelinjektion. Unter einer Röntgenanlage können Verengungen der Herzkranzgefäße sicher diagnostiziert und gegebenenfalls während der Untersuchung behandelt werden.

Engstellen (sogenannte Stenosen) an Herzkranzgefäßen führen deshalb oft zu Problemen, da der Herzmuskel durch das permanente Schlagen auf eine ständige ausreichende Blutversorgung über die Herzkranzgefäße angewiesen ist. Ist dies nicht mehr gegeben, kommt es meist zu typischen Brustbeschwerden, der Angina pectoris. Bei der Herzkatheteruntersuchung wird zunächst entweder die Schlagader in der Leiste oder eine Armarterie punktiert und über ein spezielles Verfahren eine sogenannte Schleuse in das Gefäß eingelegt, so dass über diese Schleuse jederzeit Katheter in das Gefäß eingebracht werden können, ohne dass Blut austritt.

Anschließend wird ein Katheter zum Herzen vorgeschoben und Kontrastmittel in die Herzkranzgefäße bzw. die Herzkammer appliziert. So können die Herzkammer und die Herzkranzgefäße dargestellt werden. Ist es durch Arteriosklerose in den Herzkranzgefäßen zu Verengungen oder gar zu einem Verschluss eines Herzkranzgefässes gekommen, können diese meistens mittels eines Herzkatheters mit Ballonaufweitung oder einer Stent-Implantation behandelt werden.

Das Team des Linksherzkathetermessplatzes in den Kliniken Nagold

Schrittmacherimplantation/ Defibrillatorimplantation

Nach Implantation des ersten Herzschrittmachers vor über 50 Jahren stehen heute hochmoderne und ausgereifte Geräte zur Verfügung, um langsame Herzrhythmusstörungen wirksam und zuverlässig zu behandeln. Je nach Anzahl der notwendigen Sonden, welche die elektrische Energie von der Batterie zum Herzen leiten, spricht man von Ein-, Zwei-, oder Dreikammerschrittmachern. Die Anzahl der benötigten Sonden hängt von der Art der Rhythmusstörungen und der Herzleistung ab und wird vor dem Eingriff mit dem Patienten besprochen.

Im Gegensatz hierzu können bei schnellen Herzrhythmusstörungen mit dem Risiko des plötzlichen Herztodes Defibrillatoren (ICD) implantiert werden. Die Anzahl der Sonden hängt ebenfalls von der Art der Rhythmusstörung ab. Darüber hinaus verfügt jeder ICD selbstverständlich über eine Herzschrittmacherfunktion.

Ein spezielles und neueres Verfahren ist die die kardiale Resynchronisationstherapie (CRT). Hierbei unterstützt der Schrittmacher oder Defibrillator bei schwerer Herzschwäche die Herzleistung, wodurch die Leistungsfähigkeit des Patienten erhöht werden kann.

Zur Diagnostik von unklaren Bewußtseinszuständen/Synkopen und Herzrhythmusstörungen kann ein sogenannter Ereignisrekorder implantiert werden. Dieser Ereignisrekorder erkennt wirksam und selbstständige schnelle und langsame Herzrhythmusstörungen.

Nach der Implantation kommt der Patient in regelmäßigen Abständen zur Kontrolle der Gerätes in unserer Ambulanz. Hier kann durch Auflage eines Empfängers auf die Haut des Patienten über Funkkontakt die Funktion des Gerätes, der Batteriestand sowie aufgetretene Rhythmusstörungen abgefragt werden. In speziellen Fällen kann eine Kontrolle des Gerätes auch über ein kleines Gerät –ähnlich einem Telefon- aus der Ferne erfolgen, ohne dass der Patient in die Klinik kommen muss.

Elektrophysiologische Untersuchung in Kooperation mit Sindelfingen

Die klinische Elektrophysiologie beschäftigt sich mit der Diagnostik und Therapie von Herzrhythmusstörungen. Hierdurch kann die Art der Herzrhythmusstörung erkannt und durch Stromverödung beseitigt werden. Außerdem kann die Ursache einer unklaren Bewußtlosigkeit oder der künftige Krankheitsverlaufs bei Rhythmusstörungen weiter abgeklärt werden. Über eine Leistenvene werden mehrere Katheter zum Herz vorgebracht, über welche man dann die vermutete Rhythmusstörung auslöst. Ist die Rhytmusstörung dann eindeutig erkannt, so kann unmittelbar im Anschluss eine Verödung (Ablation) der betroffenen Herzregion erfolgen, so dass keine weiteren Rhythmusstörungen mehr auftreten können.  Die elektrophysiologische Untersuchung führen wir im Klinikum Sindelfingen durch. Hier steht unter der Leitung von Prof. Schneider neben einer breiten technischen Ausstattung ein Team von weiteren drei erfahrenen Elektrophysiologen zur Verfügung, so dass bei komplexen Eingriffen jederzeit ein Erfahrungsaustausch möglich ist.

In unserem Haus in Nagold erfolgt eine erste Diagnostik mittels genauer Anamneseerhebung, EKG, LZ-EKG und Echokardiographie zur genaueren Eingrenzung der vermuteten Rhythmusstörung. Sollte zur Klärung einer Verengung der Herzkranzgefäße eine zusätzliche Herzkatheteruntersuchung nötig sein, so erfolgt diese bei uns in Nagold. Anschliessend wird der Patient genau über elektrophysiologische Untersuchung aufgeklärt und ein Termin zur stationären Aufnahme für ihn in Sindelfingen vereinbart. Die durchschnittliche Liegezeit im Klinikum Sindelfingen beträgt 3 Tage.