Fahrplan in die Mobilität Altersmedizin

Mit den Jahren baut der Körper ab, die Fähigkeit, sich zu regenerieren, ebenfalls. Das macht einen Sturz und erst recht einen Knochenbruch zu einem einschneidenden Ereignis, das weitreichende Konsequenzen haben und manchmal sogar die Selbstständigkeit kosten kann. Und mit zunehmendem Lebensalter steigt das Komplikationsrisiko. Deshalb genügt es vor allem bei alten, also geriatrischen Patienten nicht, „nur“ die Verletzungen zu kurieren. Damit sie ihre Selbstständigkeit möglichst vollständig zurückerlangen, bedarf es einer umfassenden Diagnose und fein abgestimmten Behandlung, die neben dem akuten Problem auch mögliche altersbedingte Grunderkrankungen berücksichtigt. Um den bestmöglichen Behandlungserfolg zu erzielen, wurde das ZAT im Klinikum Sindelfingen-Böblingen gegründet – und als bundesweit zweites und landesweit erstes Zentrum für Alterstraumatologie vom TÜV zertifiziert.
Der Unterschied zu einer herkömmlichen Behandlung liegt beispielsweise darin, dass von vorneherein ein Zeitplan feststeht und die Therapie schon am ersten Tag beginnt. Normalerweise wird ein Patient wegen der Erkrankung behandelt, wegen der er eingeliefert wurde. Treten ein paar Tage später Beschwerden auf, wird darauf reagiert. Im ZAT beugt man dem vor. Ein Beispiel: Viele ältere Menschen trinken nicht ausreichend, was zu Verwirrtheit führen kann, auch essen sie nicht unbedingt das Richtige. Im ZAT wird darauf geachtet, wie viel und was der Patient zu sich nimmt. Hat er plötzlich ausreichend Flüssigkeit zu sich genommen, blüht er regelrecht auf.