Bluthochdruck & Nierenschädigung Ein verhängnisvolles Duo

In Sachen Bluthochdruck und Nierenschädigung ist die Frage nach Ursache und Wirkung nicht eindeutig zu beantworten. Wenn im Alter von 40 bis 60 Jahren der Blutdruck nach oben klettert, dann tragen meist die Gene Schuld.
Bleibt die Erkrankung unerkannt oder wird sie nicht angemessen behandelt, können die Gefäße der Nieren wie auch anderer Organe Schaden nehmen. Nach und nach fährt die Niere dann ihre Funktion zurück – bis hin zum Nierenversagen.

Am Anfang einer Krankengeschichte kann aber auch eine eigenständige Nierenerkrankung stehen. Ausgelöst von Reaktionen des Immunsystems, kann sich das Ausscheidungsorgan entzünden, wobei dieses Nierenleiden dann seinerseits einen hohen Blutdruck auslöst.
Dieser verursacht zunächst keine Beschwerden, hat im weiteren Verlauf jedoch weit reichende Folgen – von der Herzinsuffizienz bis hin zu Schlaganfall und Herzinfarkt. Auch eine vorzeitige Demenz hat die Hypertonie bisweilen zu verantworten.

Immer wieder gelingt es, dialysepflichtigen Patienten durch eine konsequente Blutdruckeinstellung ein Leben ohne die künstliche Blutwäsche zu ermöglichen – etwa dann, wenn der Bluthochdruck nie erkannt oder nicht ausreichend behandelt wurde.