Hygiene - Im Kampf gegen die Keime

Bakterien besiedeln unsere Haut und Schleimhäute zu Abermillionen. Normalerweise ist das auch kein Problem. Anders, wenn diese Keime in Wunden oder Blutbahnen geraten. Dann können sie regelrecht zu „Killerkeimen“ mutieren. MRSA (Multi Resistente Staphylococcus Aureus) steht für Bakterien, deren Besonderheit es ist, dass ihnen viele Antibiotika nichts mehr anhaben können, sie vermehren sich ungehemmt weiter. Ursache dafür ist unter anderem, dass allzu viele Ärzte die Bakterienabtöter über Jahre zu leichtfertig verschrieben haben – die falschen Antibiotika, zu niedrig dosiert, über einen zu langen Zeitraum. Die Folge: Die Krankheitserreger stumpfen ab. Auf Flächen können MRSA-Keime bis zu 40 Tage überleben, weshalb ein gründliches Desinfizieren unverzichtbar ist und erst recht eine intensive Hände-Hygiene!
Übrigens: Der Klinikverbund Südwest erhielt schon 2011 den QuMiK-Qualitätspreis für sein MRSA-Management. Dr. Thilo Rünz, Chefarzt der Fachabteilung für Hygiene und Infektionsprävention stellte sein Konzept deutschlandweit vor und wurde sogar von der Europäische Gesellschaft für klinische Mikrobiologie und Infektionskrankheiten ECCMID eingeladen, das Konzept zu erklären. Die Abkürzung „QuMiK“ steht für Qualität und Management im Krankenhaus und bezeichnet einen Verbund aus Baden-Württembergischen Krankenhäusern. Ziel der Kooperation: Die Qualität und Wirtschaftlichkeit an den Partnerhäusern soll durch den regelmäßigen Austausch und das Lernen voneinander kontinuierlich verbessert werden.