Diabetes bei Kindern – erst Schock, dann Mittel zur geistigen Reife

Wie soll man einem Kleinkind beibringen, dass es täglich mehrmals gepiekst wird? Denn genau das ist es, was das Leben mit Diabetes mellitus Typ 1 so kompliziert macht.

Kevin erkrankte mit sechs Jahren an Diabetes und sagt heute selbst: „Diabetes ist Einstellungssache“.
Und damit meint er  keineswegs die Wahl der richtigen Dosis an Insulin, sondern vor allem auch die innere Haltung zu der Krankheit.
„Geholfen hat mir die Diabetesberaterin für Kinder, Tanja Schwer. Ich war erst mal zehn Tage in der Kinderklinik stationär aufgenommen. Da lernten wir, also ich und meine Familie, was wir alles wissen müssen. Wir mussten unsere Lebensgewohnheiten erzählen und was ich gerne mache, welche Hobbys ich gerne habe und solche Dinge. Die Diabetesberaterin erklärte mir dann ganz genau, wie ich meinen Insulinbedarf in der jeweiligen Situation richtig berechne. Also wurde die Krankheit in mein Leben integriert, nicht mein Leben in das Krankheitsbild. Derzeit spritze ich noch Insulin. Es gibt aber auch den Chip, den probiere ich demnächst mal aus."