Voller Einsatz für den Erhalt der Lebensadern

Für Patienten, die auf eine regelmäßige Blutwäsche angewiesen sind, um die Entgiftungsfunktion ihrer Nieren zu unterstützen oder gar zu ersetzen, wird der Dialysezugang überlebenswichtig. Auf die Qualität des Interdisziplinären Zentrums für Dialysezugänge am Klinikum Sindelfingen-Böblingen können Patienten vertrauen, zeigt die offizielle Zertifizierung durch die Fachverbände.

Allein in der Bundesrepublik werden jährlich ca. 8,5 Millionen Dialysen bei ca. 81.000 Dialysepatienten durchgeführt. Von der regelmäßigen Blutwäsche über einen gut funktionierenden Dialysezugang – den sogenannten Shunt – hängt unmittelbar deren Lebensqualität ab. Oberstes Ziel bei der Behandlung von Dialysepatienten ist es, den Zugang so nachhaltig wie möglich anzulegen und möglichst lange funktionsfähig zu halten. Beides gelingt nur, wenn Nierenspezialisten, also Nephrologen, Radiologen, Gefäßchirurgen und spezialisierte Fachpfleger zusammenarbeiten, so, wie das im Interdisziplinären Zentrum für Dialysezugänge garantiert ist.

Um einen Dialyseshunt anzulegen, verbindet der Shuntchirurg operativ eine Arterie mit hohem Blutfluss direkt mit einer oberflächlich liegenden Vene des Patienten. Im Laufe von rund 6 Wochen nach der Operation „reift“ diese sogenannte Shuntvene zu einem großvolumigen Gefäß. An dieses nun oberflächlich liegende Gefäß mit großem Blutfluss können dann die Dialysekanülen für eine Hämodialyse – also eine Blutwäsche über ein externes Filtersystem – angeschlossen werden.