Simulationstraining für Notfallsituationen Gutes Teamwork kann Leben retten

Ärzte und Pfleger proben immer wieder gemeinsam Notfallszenarien. Beim Training am Patientensimulator geht es nicht nur um medizinisches Können, sondern auch um gutes Teamwork.

Bei kritischen Zwischenfällen zählt nicht nur Fachwissen, sondern auch gutes Krisenmanagement. Die Verantwortlichen müssen sich schnell in eine komplexe Situation einfinden, unter Zeitdruck umsichtige Entscheidungen treffen und effektiv handeln. Piloten üben das im Flugsimulator. Und Anästhesisten? Stehen ihnen auch Hilfsmittel zur Verfügung, um Notfälle unter realistischen Bedingungen zu proben? Ja: Computergesteuerte Dummys, die sich fast wie echte Patienten verhalten. Man kann dem Dummy einen Zugang legen, ihn intubieren und am Monitor seine Vitalwerte ablesen. Mithilfe jeder Menge Technik werden Atem und Puls simuliert, die Lippen können blau anlaufen und selbst die Pupillen verengen oder weiten sich. Die lebensgroßen Puppen kommen nicht nur in der Anästhesie, sondern auch in der Geburtshilfe oder im Rettungsdienst zum Einsatz. Meist werden  sie von einem menschlichen Double unterstützt, das den Dummy über ein Mikrofon sprechen lässt. Für Medizinstudenten und Anästhesietechnische Assistenten gehören Übungen am Patientensimulator heute vielerorts zur Ausbildung. Im laufenden Krankenhausbetrieb sind sie zwar nicht verpflichtend, im Klinikverbund Südwest setzt man trotzdem auf das zusätzliche Fortbildungsangebot - weil die Patientensicherheit profitiert.