• Weltkontinenzwoche 2020

Sprechen Sie darüber!

Sollten Sie umfassenden Gesprächsbedarf zumThema Inkontinenz haben, bieten Ihnen unsere Ärzte Sprechstunden bzw. Videosprechstunden an.

Nehmen Sie einfach Kontakt auf  mit dem Ansprechpartner Ihrer Wahl.

Wann spricht man überhaupt von Inkontinenz?

Dann, wenn Stuhl oder Harn unkontrolliert abgeht. Schätzungen zufolge ist in Deutschland etwa jeder Zehnte davon betroffen, wobei von einer hohen Dunkelziffer auszugehen ist. Blasen- oder Darmschwäche betrifft alle Altersgruppen und Geschlechter, ihre Ursachen sind vielseitig. Für so manchen stellt sich die Frage: was ist eigentlich normal? Ist es normal, tagsüber sechs, sieben oder achtmal auf die Toilette zu müssen? Und nachts zweimal?

Es zeigt sich: Viele Menschen leben mit einem Zustand, der eigentlich krankhaft ist. Dabei gibt es heute sehr gute Behandlungsmöglichkeiten. In vielen Fällen helfen schon konservative Therapien, beispielsweise ein Beckenbodentraining oder Medikamente. Ist ein Eingriff sinnvoll, wird dieser heute sehr oft minimalinvasiv, also mit kleinsten Schnitten und sehr schonend, durchgeführt. Das Leben danach, so die Rückmeldung vieler Patienten, ist ein völlig anderes, freier und unbeschwerter. Grund genug, sich mit den Möglichkeiten einmal zu befassen und sich vorzutasten: Was würde mir helfen?

Harninkontinenz

ist übrigens keine typische Alterserscheinung, auch jüngere sind betroffen, Frauen häufiger als Männer, denn ihr Beckenboden ist anatomisch bedingt weniger belastbar als der des Mannes. Am häufigsten sind Belastungs- oder Stressinkontinenz, bei der es unter Belastungen wie schwerem Heben, Husten oder Niesen zum Harnverlust kommt, sowie Dranginkontinenz. Es gibt auch andere Ursachen für plötzlichen Harnverlust, deshalb wird stets mit einer ausführlichen Untersuchung zunächst geklärt, um welche Art von Blasenschwäche es sich handelt, um dann gezielt therapieren zu können.

Stuhlinkontinenz

ist noch mehr mit Scham behaftet als Harninkontinenz. Man versteht darunter, wenn Darmgasen und/oder Stuhl unkontrollliert abgehen. Schätzungsweise sind in Deutschland etwa 5 Prozent betroffen, meist Ältere und Frauen, und auch hier ist die Dunkelziffer hoch. Doch der Verlust der Lebensqualität wiegt schwer und sollte Grund genug sein, das Gespräch zu suchen und die Ursachen zu erforschen. Stuhlinkontinenz kann behandelt werden.

Die vor zwölf Jahren gegründete weltweite Initiative World Continence Week (WCW) hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, das Volksleiden aus der Tabu-Ecke zu holen und gezielt über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten zu informieren. Wir stehen Ihnen zur Seite: Nehmen Sie mit einem unserer Experten Kontakt auf und klären Sie Ihre persönliche Situation.

Ihre Ansprechpartner für Fragen rund um Stuhl- und Harninkontinenz

Kreiskliniken Calw-Nagold

OÄ Melanie Niemeyer
Klinik für Urologie
Kliniken Nagold

CA PD Dr. Daniel Kauff
MHBA, FACS, FEBS

Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie mit Unfallchirurgie
Kliniken Nagold

CA Dr. Arkadiusz Praski
Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Kliniken Calw

Krankenhaus Herrenberg

OA Spiridon Anargirou
Chirurgische Klinik

Krankenhaus Leonberg

Klinikum Sindelfingen-Böblingen

CA Prof. Dr.
Stefan P. Renner

Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Kliniken Böblingen

OA Johannes Dlugosch
Klinik für Urologie
Kliniken Sindelfingen