Aus dem Klinikverbund Südwest

Information zum Coronavirus

27.02.2020

Auch in Deutschland sind bereits bestätigte Infektionsfälle mit dem neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) aufgetreten. Für beunruhigte Bürgerinnen und Bürger hat das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg eine Übersicht der wichtigsten Informationen und Ansprechpartner zusammengestellt.

Verhaltensregeln im Verdachtsfall

Personen, die (unabhängig von einer Reise) einen persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der das neuartige Coronavirus im Labor nachgewiesen wurde und Personen, die sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben, sollten generell Kontakte zu anderen Personen vermeiden und sich unverzüglich telefonisch mit dem zuständigen Gesundheitsamt oder dem Hausarzt in Verbindung setzen.

Für Reisende aus Regionen, in denen es vermehrt zu Übertragungen kommt (z.B. China, Italien, Iran, Südkorea), gilt:
Wenn Sie innerhalb von 14 Tagen nach Rückreise Fieber, Husten oder Atemnot entwickeln, sollten Sie telefonisch mit Hinweis auf die Reise Kontakt zu Ihrem Hausarzt oder dem kassenärztlichen Notdienst 116 117 aufnehmen. Zudem sollten Sie unnötige Kontakte zu anderen Menschen vermeiden und nach Möglichkeit zu Hause bleiben. 

Das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg stellt außerdem von Montag bis Freitag, 9-16 Uhr, eine Telefon-Hotline für Fragen zum neuartigen Coronavirus zur Verfügung: 0711/904-39555

Auch das Gesundheitsamt Böblingen ist im Verdachtsfall für Bürger und auch Ärzte unter der Hotline 07031/663 3500 erreichbar.
Das Telefon ist werktags von 8.30 bis 16 Uhr besetzt.

Halten Sie sich an die allgemeinen Hygienehinweise, die beispielsweise auch bei Grippeviren gelten:

  • Meiden Sie Kontakt zu anderen Personen und bleiben Sie zuhause.
  • Die Hände sollten Sie regelmäßig und gründlich mit Handdesinfektionsmittel reinigen.
  • Halten Sie beim Husten und Niesen Abstand oder drehen Sie sich weg.
  • Niesen Sie nicht in die Hand, sondern halten Sie sich die Armbeuge oder ein Taschentuch vor Mund und Nase.
  • Entsorgen Sie benutzte Taschentücher sofort.
  • Lüften Sie die Innenräume häufig.

Einschätzung der aktuellen Lage für Baden-Württemberg

Bezüglich der Einschätzung der aktuellen Lage stützt sich das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg auf die Bewertung des Robert Koch-Institutes und die Einschätzungen des Auswärtigen Amts. Die täglich aktualisierten Informationen zur aktuellen Lage finden Sie auf den folgenden Seiten:

Seit Januar 2020 können Proben von Verdachtsfällen aus Baden-Württemberg bspw. auch im Labor des Landesgesundheitsamts in Stuttgart untersucht werden.

Die Kliniken des Klinikverbundes Südwest stehen in engem Austausch mit den Gesundheitsbehörden, die auch zu Neuigkeiten in Bezug auf diesen Erreger informieren.

Das Personal des Klinikverbund Südwest ist im Umgang mit Patienten mit übertragbaren Krankheiten sehr gut geschult und verfügt über entsprechend angepasste Unterbringungs-/Isolationsmöglichkeiten.

    Die Gesundheitsbehörden sind auf das Auftreten neuer Krankheitserreger vorbereitet. So enthält das Infektionsschutzgesetz Regelungen für neu auftretende Krankheitserreger, von denen eine besondere Gefahr für die Allgemeinheit ausgehen kann. Daraus ergibt sich beispielsweise unmittelbar eine Meldepflicht bei Auftreten entsprechender Verdachtsfälle.

    Bei Auftreten eines Falles mit dem neuen Coronavirus können die Gesundheitsämter auf der Grundlage des Infektionsschutzgesetzes alle notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen veranlassen. Hierzu zählen beispielsweise

    • die Isolierung betroffener Patienten,
    • die Erfassung und Untersuchung von Kontaktpersonen und
    • die Absonderung ansteckungsverdächtiger Kontaktpersonen zum Beispiel durch häusliche Beobachtung. 

    Eine wichtige Rolle kommt den in Praxen und Kliniken tätigen Ärzten zu, da sich ein Krankheitsverdacht in der Regel bei der Anamnese und Untersuchung von Patienten ergibt. Zur Sensibilisierung der Ärzte besteht Kontakt mit der Landesärztekammer.