Grafik: Niere, Blase, Prostata

Niere, Blase, Prostata

Blasenkrebs

Blasenkrebs – keine seltene Erkrankung

3% aller bösartigen Tumoren betreffen die Harnblase – damit gehört der Blasenkrebs zu den fünf häufigsten Tumorerkrankungen.  Das wichtigste Symptom ist Blut im Urin, meist ohne Schmerzen. Die Ursachen für die Erkrankung sind vielfältig:  schädliche Substanzen wie Tabak oder verschiedene Chemikalien können das Risiko erhöhen, einen Blasenkrebs zu entwickeln. Ein höheres Risiko bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass jemand an Krebs erkrankt. Manchmal entwickelt sich ein Blasenkrebs auch ohne eine bekannte Ursache.

Diagnostik und Therapie beim  Blasenkrebs:  bessere Sicht durch Fluoreszenz

Um einen Blasentumor erkennen zu können, muss die Blase gespiegelt werden. Zusätzlich müssen auch die oberen Harnwege (Nieren/Harnleiter)  mittels Ultraschall und manchmal auch mit einer Kontrastmitteluntersuchung im Röntgen untersucht werden.

Ist der Tumor diagnostiziert,  richtet sich die Therapie nach dem Stadium. Kleine Tumoren in frühen Stadien können durch eine kleine Operation über die Harnröhre mit einem Endoskop ohne Bauchschnitt entfernt werden (TUR – Blase).

 

Die Therapie richtet sich nach dem Krankheitsstadium

Am urologischen Fachzentrum im KVSW bieten wir diese transurethrale Resektion von Blasentumoren (TUR –Blase) mit Hilfe der sogenannten „photodynamischen Diagnostik“ an.  Dabei wird der Tumor mit Hilfe eines Fluoreszenzmittels angeregt und unter bestimmten Lichtverhältnissen (Blaulicht) besser sichtbar gemacht. Damit werden auch kleinste Tumoren in der Blase sichtbar, die mit dem bloßen Auge nicht erkennbar sind. Durch diese Methode lässt sich das Wiederauftreten von Blasentumoren nachweisbar senken.  

Am urologischen Fachzentrum im KVSW bieten wir diese transurethrale Resektion von Blasentumoren (TUR –Blase) mit Hilfe der sogenannten „photodynamischen Diagnostik“ an.  Dabei wird der Tumor mit Hilfe eines Fluoreszenzmittels angeregt und unter bestimmten Lichtverhältnissen (Blaulicht) besser sichtbar gemacht. Damit werden auch kleinste Tumoren in der Blase sichtbar, die mit dem bloßen Auge nicht erkennbar sind. Durch diese Methode lässt sich das Wiederauftreten von Blasentumoren nachweisbar senken.  

Ist der Tumor bereits tiefer in die Blasenwand eingewachsen, muss meist die gesamte Harnblase entfernt werden. Da eine Harnblase jedoch für die Funktion der ableitenden Harnwege ein wichtiges Organ ist, muss nach dieser Operation ein Harnblasenersatz hergestellt werden. Es kann eine sogenannte Ersatzblase (Ileum-Neoblase)  oder ein Reservoir mit Ableitung durch die Bauchdecke (Ileum - Conduit) aus einem Stück Darm gebildet werden. Welcher Harnblasenersatz für welchen Patienten die beste Lösung darstellt, das besprechen wir gemeinsam mit den Patienten in einem ausführlichen Vorgespräch vor einer OP. Das urologische Fachzentrum am KVSW bietet das gesamt e Spektrum der operativen Behandlung  bei Blasenkrebs an.

Die gesamte medikamentöse Tumortherapie für fortgeschrittene Tumorerkrankungen der Harnblase wird im onkologischen Zentrum an den urologischen Kliniken im KVSW ebenfalls angeboten und durchgeführt.

Weitere Informationen zu urologischen Erkrankungen finden sie auf den Informationsseiten der Eurpäischen Urologischen Gesellschaft.

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Prof. Dr. med. Thomas Knoll, MSc

Urologische Klinik

Sindelfingen

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Dr. med. Ulrich Haag

Klinik für Urologie

Nagold