Aus dem Klinikverbund Südwest

Kontinuität an der Spitze des Klinikverbunds Südwest: Aufsichtsrat verlängert Vertrag von Geschäftsführer Alexander Schmidtke bis 2030

30.04.2026

Der Aufsichtsrat des Klinikverbund Südwest hat den Vertrag von Geschäftsführer Alexander Schmidtke vorzeitig bis zum Jahr 2030 verlängert. Der bestehende Vertrag lief ursprünglich bis zum 30. November 2027. Mit der frühzeitigen Verlängerung setzt das Gremium ein klares Signal für Kontinuität und Verlässlichkeit in einer Phase tiefgreifender struktureller Veränderungen im Gesundheitswesen.

Seit seinem Amtsantritt am 1. Dezember 2022 hat Schmidtke gemeinsam mit den Trägerlandkreisen Böblingen und Calw den umfassendsten Transformationsprozess in der Geschichte des Klinikverbunds initiiert. Zentrale Meilensteine sind der Beschluss und der Beginn der Umsetzung der Medizinkonzeption 2030, mit der die medizinischen Strukturen im Verbund zukunftsfähig ausgerichtet werden. Parallel wurde ein umfassendes Ergebnisverbesserungsprogramm zur Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage initiiert, in dessen Folge bereits rund 40 Millionen Euro an operativer Ergebnisverbesserung erzielt werden konnten. Gleichzeitig sank das Defizit von über 60 Millionen Euro auf unter 50 Millionen Euro.

Mit der Fusion der bislang eigenständigen Klinikgesellschaften in den Landkreisen Böblingen und Calw zu einer Klinikverbund Südwest gGmbH zum 1. Januar 2024 wurde unter Schmidtkes Führung ein weiterer zentraler Meilenstein des Transformationsprozesses bereits erreicht. Die Zusammenführung in eine gemeinsame Gesellschaft schafft schlankere
Strukturen und ermöglicht erhebliche Effizienzgewinne.

„Alexander Schmidtke ist für uns der richtige Mann in diesen Zeiten“, so der Böblinger Landrat Roland Bernhard, gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzender des Pressemitteilung des KVSW. „Wir haben mit ihm schon wertvolle Schritte unseres Medizinkonzepts 2030 umgesetzt und arbeiten gemeinsam weiter daran, auch die nächsten Meilensteine zu setzen. So wollen wir für die Bürgerschaft in unseren beiden Landkreisen bzw. unserer Raumschaft langfristig eine hochwertige medizinische Versorgung sichern.“

Auch der Calwer Landrat und stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Helmut Riegger begrüßt die vorzeitige Vertragsverlängerung: „Mit Alexander Schmidtke binden wir einen erfahrenen Krankenhausmanager an den Klinikverbund. Es ist ihm gelungen, den Verbund in einer anspruchsvollen Ausgangssituation zu stabilisieren und gleichzeitig die tiefgreifende Transformation strukturiert und zielgerichtet voranzutreiben. Damit schafft er eine tragfähige Grundlage für die zukünftige Ausrichtung unseres Verbunds“, so Riegger.


„Ich danke dem Aufsichtsrat für das Vertrauen und sehe die Vertragsverlängerung als Auftrag, den eingeschlagenen Weg konsequent fortzusetzen. Unser Ziel bleibt eine hochwertige, moderne und wirtschaftlich tragfähige Gesundheitsversorgung. Nachdem wir bereits wichtige strukturelle Fortschritte erzielt haben, setzen wir nun verstärkt auf Digitalisierung und Künstliche Intelligenz, um die Versorgung weiter zu verbessern und unsere Mitarbeitenden zu entlasten. Ich bin überzeugt, dass wir die kommenden Herausforderungen erfolgreich meistern werden.“, so KVSW-Geschäftsführer Alexander Schmidtke.

Der Klinikverbund Südwest steht weiterhin vor großen strukturellen Herausforderungen. Neben der Umsetzung der Medizinkonzeption 2030 geht es insbesondere um die Weiterentwicklung von Leistungsstrukturen, die Stärkung spezialisierter Angebote sowie die Verzahnung ambulanter und stationärer Versorgung. Die vorzeitige Vertragsverlängerung schafft hierfür die
notwendige Kontinuität in der Führung.

Alexander Schmidtke wechselte 2022 vom Klinikverbund Regiomed in Coburg zum Klinikverbund Südwest. Zuvor war er unter anderem rund zehn Jahre Vorstandsvorsitzender des Klinikum Augsburg und verantwortete in dieser Zeit maßgeblich die erfolgreiche Weiterentwicklung zum Universitätsklinikum.

Hintergrund:
Der Klinikverbund Südwest ist ein kommunaler Klinikverbund in Trägerschaft der Landkreise Böblingen und Calw. Rund 6.000 Mitarbeitende versorgen an mehreren Standorten jährlich etwa 75.000 Patientinnen und Patienten stationär sowie über 300.000 ambulant. Ziel ist eine leistungsfähige, wohnortnahe und zukunftssichere medizinische Versorgung in der Region.