Aus dem Klinikverbund Südwest

Medizin für Sie: Leiden Frauen häufiger unter Depressionen als Männer?

24.09.2026

Dieser Frage geht Dr. Mimoun Azizi, geschf. Chefarzt des Zentrums für Altersmedizin im Rahmen der kostenfreien Inforeihe Medizin für Sie auf den Grund.

Frauen erkranken häufiger an Depressionen als Männer – zumindest legen es viele Statistiken nahe. Aber bedeutet das wirklich, dass Männer seltener depressiv werden? Älterwerden bedeutet Veränderung. Der Körper wird weniger belastbar, Erkrankungen und körperliche Einschränkungen nehmen zu. Manche Menschen verlieren den Partner oder andere nahestehende Menschen, der eigene Bewegungsradius kann kleiner werden, gewohnte Rollen und Aufgaben fallen weg. Vieles davon gehört zum Leben – und nicht jede Traurigkeit, Sorge oder Niedergeschlagenheit ist eine Depression. Doch wo verläuft die Grenze? Außerdem zeigt eine Depression sich nicht immer so, wie man sie erwartet. Körperliche Beschwerden, Schlafprobleme, Antriebslosigkeit oder Rückzug können unterschiedliche Ursachen haben. Gleichzeitig können bestehende Erkrankungen und die psychische Verfassung einander beeinflussen.

Geriater Dr. Mimoun Azizi betrachtet das Thema aus mehreren Perspektiven: Er beschäftigt sich mit den körperlichen, neurologischen und seelischen Veränderungen des Älterwerdens und geht der Frage nach, ob Depressionen tatsächlich bei Frauen häufiger auftreten als bei Männern und wie sich diese äußern können. Der Vortrag richtet sich an ältere Menschen ebenso wie an Angehörige und alle Interessierten. Im Anschluss ist Gelegenheit für Fragen und Austausch.

Die Veranstaltung findet am 8. Oktober 2026 um 19 Uhr in den Konferenzräumen im EG, Kliniken Böblingen statt. Das Parken während der Veranstaltung ist kostenlos.