Leukämie wird umgangssprachlich auch als Blutkrebs bezeichnet. Dahinter verbergen sich verschiedene bösartige Erkrankungen des blutbildenden Systems, die sich deutlich voneinander unterscheiden. Manche entwickeln sich innerhalb kurzer Zeit und erfordern eine rasche Therapie, andere schreiten langsam voran und müssen zunächst möglicherweise nur regelmäßig kontrolliert werden.
Entsprechend unterschiedlich sind die Behandlungsmöglichkeiten. Während die Chemotherapie bei bestimmten Leukämieformen nach wie vor eine wichtige Rolle spielt, haben neue Erkenntnisse über die Entstehung und die biologischen Eigenschaften der Erkrankungen den Weg für weitere Therapieansätze geebnet. So können moderne Medikamente gezielt in Prozesse eingreifen, die für das Wachstum der Krebszellen verantwortlich sind. Auch immuntherapeutische Verfahren, die das körpereigene Abwehrsystem im Kampf gegen die Erkrankung unterstützen, gewinnen bei bestimmten Leukämieformen an Bedeutung. Doch neu bedeutet nicht automatisch besser. Entscheidend ist vielmehr, für jeden Patienten die geeignete Behandlungsstrategie zu finden. Dabei können bewährte Verfahren und innovative Therapien einander sinnvoll ergänzen.
Am 19. November 2026 um 19 Uhr spricht Prof. Dr. Mohamad Jawhar, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin – Hämatologie / Onkologie an den Kliniken Sindelfingen, darüber, welche Möglichkeiten heute zur Verfügung stehen, wie sie wirken und nach welchen Kriterien eine Behandlung ausgewählt wird. Dabei geht es auch um die Frage, welche Fortschritte die Leukämietherapie in den vergangenen Jahren gemacht hat und welche Perspektiven sich für Betroffene eröffnen.
Der Vortrag richtet sich an Patienten, Angehörige und alle medizinisch Interessierten. Die Veranstaltung findet in den Konferenzräumen (EG) der Kliniken Böblingen, statt. Das Parken während der Veranstaltung ist kostenlos.
