Aus dem Klinikverbund Südwest

Medizin verstehen - Warum ein kleines Loch im Herzen große Probleme machen kann

26.10.2026

Viele Menschen leben mit einer Öffnung zwischen den beiden Herzvorhöfen, ohne davon zu wissen oder Beschwerden zu haben. Unter bestimmten Umständen kann diese unscheinbare Verbindung allerdings gefährlich werden und sogar einen Schlaganfall auslösen. Warum das so ist, wer besonders gefährdet ist und wann eine Behandlung sinnvoll sein kann, erfahren Interessierte beim nächsten Vortragsabend der Reihe „Medizin verstehen“ an den Kliniken Calw.

Diese sogenannte persistierenden foramen ovale, kurz PFO, ist eine kleine Öffnung zwischen den beiden Herzvorhöfen, die sich normalerweise nach der Geburt verschließt. Bei etwa jedem vierten Menschen bleibt sie bestehen – meist völlig unbemerkt und ohne gesundheitliche Folgen. Problematisch kann es werden, wenn ein Blutgerinnsel durch diese Öffnung von der rechten auf die linke Herzseite gelangt und von dort ins Gehirn transportiert wird. Die Folge kann ein Schlaganfall sein.

Am 3. November 2026 spricht Vladimir Kostov, Oberarzt der Klinik für Innere Medizin mit Schwerpunkt Kardiologie im Rahmen der Inforeihe Medizin verstehen über dieses Phänomen. In seinem kostenfreien Vortrag erklärt er, wie festgestellt wird, ob ein solches PFO vorliegt, wann ein erhöhtes Risiko besteht und für wen ein Verschluss der Öffnung infrage kommt. Anschaulich erläutert er die medizinischen Zusammenhänge, stellt moderne Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten vor und zeigt, warum nicht jedes Loch im Herzen behandelt werden muss. Im Anschluss besteht Gelegenheit, Fragen zu stellen.

Der mit Unterstützung des Fördervereins „ganz nah“ der Kliniken Calw initiierte Vortrag findet im Haus der Gesundheit, Mildred-Scheel-Str. 2, 75365 Calw, statt.