Aus dem Klinikverbund Südwest

Medizin vor Ort: Wenn das Becken wie eine Salzbrezel bricht

15.09.2026

Ein Stolpern über die Teppichkante, ein Fehltritt, ein Sturz auf dem Weg zur Haustür: Was bei jüngeren Menschen oft mit einem blauen Fleck endet, kann im höheren Alter zu einer ernsthaften Verletzung mit langfristigen Folgen führen. Besonders das Becken ist gefährdet. Warum das so ist, was man tun kann, um vorzubeugen und was getan werden muss, wenn es doch passiert, das ist Thema beim nächsten kostenfreien Vortragsabend der Reihe Medizin vor Ort.

Dr. Holger Rieske, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie kennt diese Problematik aus langjähriger Erfahrung. Schon vergleichsweise kleine Stürze können bei hochbetagten Menschen große Auswirkungen haben. Das Becken ist kein einzelner Knochen, sondern ein ringförmiges komplexes System mit mehreren miteinander verbundenen Knochen. Bei altersbedingtem Knochenabbau können an diesem Beckenring sogenannte Fragilitätsfrakturen entstehen. Ein banaler Sturz auf die Seite oder das Gesäß kann dafür ausreichen. Manche dieser Brüche sind zudem diagnostisch weniger offensichtlich als der klassische Oberschenkelhalsbruch. Dr. Rieske erläutert in seinem Vortrag anschaulich, wie solche Verletzungen behandelt werden und worauf es gerade bei älteren Patientinnen und Patienten ankommt, damit sie möglichst schnell wieder mobil werden und in ihr selbstständiges Leben zurückkehren können. Im Anschluss an den Vortrag besteht ausreichend Gelegenheit, Fragen zu stellen und mit dem Experten ins Gespräch zu kommen.

Der mit Unterstützung des Fördervereins für das Krankenhaus Leonberg e. V. initiierte Vortrag findet am 29.09 2026 um 19 Uhr Weil der Stadt, Klösterle, Kapuzinerweg 11, statt.

Die Vortragsreihe wird am 28. Oktober mit dem Thema „“Intensivmedizin – mein Patientenwille zählt!“ im Krankenhaus Leonberg fortgesetzt.