Aus dem Klinikverbund Südwest

Medizin vor Ort: Wenn die Gefäße erkranken

01.09.2026

Auch bei Erkrankungen von Arterien, Venen oder Lymphgefäßen kann es notwendig sein, zu operieren. Im nächsten kostenfreien Vortragsabend der Reihe Medizin vor Ort wird die Frage beantwortet, ob, wenn es sich um Gefäße im Bauchraum handelt, ein großer Bauchschnitt notwendig ist oder ob auch diese Erkrankungen minimalinvasiv behandelt werden können.

Gefäßchirurgen arbeiten interdisziplinär mit anderen Fachdisziplinen wie Kardiologen und Radiologen zusammen. Das Ziel: Den Durchfluss in Gefäßen sicherstellen, Verstopfungen oder Blockaden zu entfernen oder eine venöse Insuffizienz zu behandeln. Hierfür stehen eine Vielzahl von Therapien zur Verfügung, zum Beispiel Angioplastie, Stenting, Bypasschirurgie, um nur einige zu nennen. Viele Verfahren sind minimalinvasiv. Dennoch kommt es vor, dass ein großer Bauchschnitt unumgänglich ist.  

Anschaulich und leicht verständlich erläutert Dr. Dr. Viktor Reichert (RUS), Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie, Vaskuläre und Endovaskuläre Chirurgie Leonberg-Sindelfingen, an diesem Abend, wie beispielsweise Aussackungen der Hauptschlagader (Aortenaneurysmen), Gefäßverengungen und -verschlüsse in den Beinen oder Verengungen der Halsschlagader heute behandelt werden können. Dabei zeigt er auf, wann Katheterverfahren oder minimalinvasive Eingriffe möglich sind, welche Vorteile sie bieten – und in welchen Fällen eine offene Operation weiterhin die beste und sicherste Behandlung ist.

Im Anschluss an den Vortrag steht der Experte für individuelle Fragen zur Verfügung. Der mit Unterstützung des Fördervereins für das Krankenhaus Leonberg e. V. initiierte Vortrag findet am Mittwoch, den 16. Sept. 2026 um 19 Uhr im Krankenhaus Leonberg, Mehrzweckraum EG, statt.