Grafik: Niere, Blase, Prostata

Niere, Blase, Prostata

Nierenkrebs

Nierenkrebs hat viele unterschiedliche Formen

Die Niere ist ein sehr komplexes Organ, das viele wichtige Prozesse im Körper reguliert. So wird in beiden Nieren das Blut gefiltert und der Urin als Ausscheidungsprodukt produziert. Sie regeln aber u.a. auch den Blutdruck und sind wichtig für die Knochengesundheit. Das heißt: In jeder Niere gibt es viele unterschiedliche Zellen mit ganz eigenen Funktionen.  Bösartige Tumoren der Niere gibt es deshalb in vielen verschiedenen Formen. Die häufigste Form ist mit rund  95% das sogenannte Nierenzellkarzinom. Die Behandlung und Erfolgsaussichten hängen vom spezifischen Charakter des jeweiligen Tumors ab.

Sehr viel seltener sind Tumoren des Nierenbeckens. Sie gleichen in ihrer Feingewebestruktur den bösartigen Blasen- und Harnleitertumoren und werden deshalb anders behandelt als das Nierenzellkarzinom.

Nierenkrebs ist relativ selten

Nierenkrebs ist eine relativ seltene Tumorerkrankung. Etwa 2 Prozent aller Krebsgeschwüre sind Nierenzellkarzinome. Zu zwei Drittel sind Männer betroffen. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei Männern bei ca. 65 Jahren, bei Frauen bei etwa 70 Jahren.  Die Ursachen der Erkrankung sind oft schwer zu bestimmen. Allgemeine Risikofaktoren sind Rauchen und Fettleibigkeit.

Tumoren der Niere werden meist zufällig entdeckt!

Nierenkrebs wird heute häufig schon in einem frühen Stadium diagnostiziert und kann dann meist erfolgreich behandelt werden. Verantwortlich für diese positive Entwicklung ist der häufige Einsatz der Ultraschalluntersuchung, z.B.  bei der Vorsorgeuntersuchung. Hier werden die meisten Nierentumoren zufällig im Rahmen einer anderen Untersuchung im Bauchraum entdeckt.  Symptome wie Flankenschmerzen oder Blut im Urin können aber auch auf einen Tumor der Niere hinweisen.

Die Therapie richtet sich nach dem Krankheitsstadium

Wie ein Nierenkrebs behandelt wird, hängt von vielen Faktoren ab. Entscheidend sind u.a. die Lage und die Größe des Tumors. Kleinere Tumoren können in der Regel organerhaltend operiert werden. Die urologischen Kliniken am Fachzentrum des KVSW bieten das gesamte Therapiespektrum der Therapien an, von der offenen Operation über die Schlüssellochchirurgie (Laparoskopie) bis hin zur roboterunterstützten Teilentfernung der Niere mit dem DaVinci OP-Roboter.

Fortgeschrittene und metastasierte Nierentumoren müssen häufig auch mit Medikamenten behandelt werden. Hier bieten die urologischen Kliniken am KVSW die gesamte Bandbreite der aktuellen medikamentösen Tumortherapie an.

Weitere Informationen zu urologischen Erkrankungen finden sie auf den Informationsseiten der Eurpäischen Urologischen Gesellschaft.

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Prof. Dr. med. Thomas Knoll, MSc

Urologische Klinik

Sindelfingen

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Dr. med. Ulrich Haag

Klinik für Urologie

Nagold