Unter einem Hemispasmus facialis versteht man unwillkürliche, plötzlich auftretende, einseitige Verkrampfungen der Gesichtsmuskulatur (tonisch-klonische Kontraktionen). Die Krämpfe dauern meist wenige Sekunden bis Minuten, können in seltenen Fällen jedoch auch dauerhaft auftreten.
Als Ursache wird meist eine Kompression des Gesichtsnervs (Nervus facialis) an seiner Austrittszone durch eine Gefäßschlinge angenommen. Durch die ständige Pulsation des Gefäßes kann der Nerv im Kontaktbereich geschädigt werden. Dadurch können spontane Nervenimpulse entstehen, die die Krämpfe der Gesichtsmuskulatur auslösen.
Zur medikamentösen Behandlung können beispielsweise Carbamazepin, Gabapentin oder Pregabalin eingesetzt werden.
Alternativ kann Botulinumtoxin direkt in die betroffene Gesichtsmuskulatur injiziert werden. Dort blockiert es gezielt die Signalübertragung vom Nerv zum Muskel. Dadurch entspannt sich die Muskulatur und die unwillkürlichen Krämpfe können gelindert werden.
Wenn bei Ihnen ein Hemispasmus facialis diagnostiziert wurde, übernehmen wir gerne die Weiterbehandlung mit Botulinumtoxin-Injektionen in die betroffene Gesichtsmuskulatur.
Für gesetzlich Versicherte:
Bitte bringen Sie zu Ihrem Behandlungstermin eine gültige Überweisung Ihrer Hausärztin bzw. Ihres Hausarztes oder einer Fachärztin bzw. eines Facharztes mit.